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ZGV bringt neue Vorschläge zum Bürokratieabbau ein

Obwohl der Abbau bürokratischer Hemmnisse für mittelständische Unternehmen in aller Munde ist, mangelt es in vielen Bereichen noch an konkreten Vorschlägen zu seiner Umsetzung. Im Rahmen eines intensiven Fachgesprächs entwickelten Vertreter des ZGV gemeinsam mit dem Mittelstandsbeauftragten der Bundesregierung, Ernst Burgbacher, praktische Lösungsansätze.

08.10.2010

Berlin, 4. Oktober 2010 - 600.000 neue Jobs und eine zusätzliche Wirtschaftsleistung von mehr als 30 Milliarden Euro — so hoch schätzt das Institut der Deutschen Wirtschaft die Wachstumseffekte eines durchgreifenden Bürokratieabbaus in Deutschland ein. So stellen umfangreiche bürokratische Regelungen ein großes Wachstumshemmnis dar. Gerade kleine und mittlere Unternehmen haben zunehmend Schwierigkeiten, sämtlichen staatlichen Regelungen und Auskunftspflichten nachzukommen.

Vor diesem Hintergrund diskutierten hochrangige Vertreter des ZGV gemeinsam mit dem Mittelstandsbeauftragten der Bundesregierung und Parlamentarischen Staatssekretär im BMWi, Ernst Burgbacher MdB, die konkreten Folgen der aktuellen Bürokratiebelastung sowie Vorschläge zu ihrem Abbau. Dabei bekräftigte Burgbacher die Ausführungen von ZGV-Präsident Wilfried Hollmann, denen zu Folge gerade die umfangreichen Auskunftspflichten für kleine und mittlere Unternehmen eine überproportionale Belastung im Wettbewerb darstellen.

Große Beachtung beim Mittelstandsbeauftragten fand davon ausgehend der Vorschlag von ZGV-Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Veltmann, nach US-amerikanischem Vorbild auf jedem staatlichen Erhebungsbogen die zuvor zu ermittelnde durchschnittliche Beantwortungszeit für das Unternehmen auszuweisen. Eine solche Maßnahme schaffe auf allen Seiten ein stärkeres Bewusstsein für die tatsächliche Bürokratiebelastung der Betriebe und sorge für mehr Transparenz. Ausgehend von den Ergebnissen des Gesprächs ist eine Fortsetzung des gemeinsamen Dialogs angestrebt.
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