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MITTELSTANDSVERBUND erfreut über Nominierung von Joachim Gauck - verärgert jedoch über nachfolgendes Parteiengezänk 

Fast schon konnte man sich über den rasch erzielten Konsens der politischen Parteien bei der Nominierung eines hoch angesehenen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten freuen.DER MITTELSTANDSVERBUND warnt jedoch vor dem nun ausbrechendenpeinlichen Parteiengezänk über den voran gegangenenEinigungsprozess zur Nominierung von Joachim Gauck.

23.02.2012

Berlin, 20. Februar 2012. In Krisenzeiten steht die Politik parteiübergreifend zusammen - hätte man meinen können, als am Sonntag Abend einvernehmlich Joachim Gauck als Konsenskandidat für das Amt des Bundespräsidenten nominiert wurde. Doch schon am Montag Morgen flogen dazu medial leider wieder die Fetzen zwischen den politischen Lägern. Den Liberalenunterstellt man parteitaktisches Kalkül, die Kanzlerin sei gar "erpresst" worden. Nach dem peinlichen Theater mit und um den nun zurückgetretenen Herrn Wulff und dem strapazierten Vertrauen derBürger in die Gestaltungskraft der Politik hätte man doch jetzt mal von allen Seiten einen hoffnungsvollen Neuanfangbeginnen können. Wer nun mit Grabenkämpfen dieser Art nachkartet, zerschlägt Porzellan! Politk hat dem Land zu dienen, nicht den verletzten Eitelkeiten politischer Entscheidungsträger!

DER MITTELSTANDSVERBUND fordert deshalb dringend ein Ende der öffentlichenDebatte. Joachim Gaucksteht ohne Zweifel für eine freiheitliche Gesellschaftund verteidigte in vielen öffentlichen Vorträgen undPublikationen die Werte, zu denen sich auch der Mittelstand in Deutschland vehement bekennt.Eine mediale "Umdeutung" des Kandidatenals Spielball parteipolitischer Interessen ist beschämend und alles andere als vertrauensbildend. Gerade die aktuell schwierigen internationalen und europäischen Herausforderungen verlangen eine ergebnisorientierte politische Kultur mit Weitsicht undGestaltungswillen, der es zudem gelingen sollte, verloren gegangenes Vertrauen rasch wieder herzustellen.

Dr. Ludwig Veltmann

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