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Präsident Hollmann gegen Staatshilfen für marode Unternehmen

Wieder einmal erlebt die Öffentlichkeit, dass der Staat als potentieller Retter bei Insolvenz eines großen bekannten Unternehmens angerufen wird. Prominente Politiker auf Landes- und Bundesebene schnüren verbal bereits die „Rettungspakete“. Präsident Hollmann warnt vor Markteingriffen.

12.03.2012

Wieder einmal erlebt die Öffentlichkeit, dass der Staat als potentieller Retter bei Insolvenz eines großen bekannten Unternehmens angerufen wird. Prominente Politiker auf Landes- und Bundesebene schnüren verbal bereits die „Rettungspakete“. Präsident Hollmann warnt vor Markteingriffen.

Berlin, 7. März 2012. „Nach Opel, Arcandor und anderen bekannten Unternehmensmarken erlebt die Öffentlichkeit nun mit Schlecker wieder einmal, wie Wirtschaftsunternehmen mit großer Mitarbeiterzahl und bekannten Markennamen die Auswirkungen ihrer Managementfehler zu sozialisieren versuchen. Nach wie vor sind vermeintliche ‚Retter‘ in der Politik bei Bund und Land offenbar leicht zu finden. Bereits jetzt werfen einige Protagonisten verbal ihre ‚Rettungsleinen‘. Sie geben vor, damit die ‚flächendeckende Nahversorgung‘ sicherstellen zu wollen.“ Der Präsident des Mittelstandsverbundes, Wilfried Hollmann, warnt jedoch: „So schmerzlich die Folgen für die Mitarbeiter auch persönlich immer sind, so falsch und wettbewerbsschädigend wirkt sich dieser staatliche Interventionismus auf den Markt aus“.

Es könne nicht angehen, viele weniger bekannte mittelständische Unternehmen damit zu brüskieren. Täglich müssten hunderttausende Unternehmer mit großem Einsatz und hohem Risiko im Wettbewerb bestehen. Im Insolvenzfall könnten sie aber keine Subventionen erwarten. Mit ihren Steuern müssten sie nun gerade solche Unternehmen unterstützen, die jahrelang wichtige Managementaufgaben sträflich vernachlässigt und Bedürfnisse von Kunden und Mitarbeitern missachtet haben. Die Drogeriebranche sei gut aufgestellt und müsse eine Unternehmensinsolvenz verkraften können.


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