Mittelstand sieht Ausbau der erneuerbaren Energien mit gemischten Gefühlen
Die vom Bundesumweltministerium veröffentlichten Zuwachszahlen der erneuerbaren Energien in 2012 drohen die mittelständischen Unternehmen durch weitere einseitige Lastenverteilung in existentielle Bedrängnis zu bringen.
28.03.2013
Berlin, 20.03.2013: Nach Zahlen des Bundesumweltministeriums wurde der Bruttostromverbrauch in Deutschland im Jahre 2012 zu 22,9 Prozent aus erneuerbaren Energien gespeist. Nach 20,5 Prozent in 2011 bedeutet dies einen deutlichen Zuwachs um mehr als 10 Prozent.
DER MITTELSTANDSVERBUND sieht in dieser Entwicklung die Gefahr einer weiter deutlichen und damit nicht mehr tragbaren Kostensteigerung für die mittelständischen Unternehmen beim Strombezug. Bereits jetzt hat der Aufschlag auf die Umlage zu EEG mit 5,28 Cent je Kilowattstunde eine für viele Unternehmen wirtschaftlich schmerzhafte Größenordnung erreicht.
Alle Bemühungen der mittelständischen Unternehmen zur Verringerung des Stromverbrauchs, beispielsweise auch im Rahmen des vom MITTELSTANDSVERBUND initiierten öffentlich geförderten Projektes „Mittelstand für Energieeffizienz“ münden letztlich in Frustration, wenn der durch sinkenden Stromverbrauch zu erwartende Einspareffekt durch den übermäßig steigenden Strompreis mehr als aufgezehrt wird.
DER MITTELSTANDSVERBUND wendet sich deshalb mit einem Positionspapier an die Politik. Unter der Überschrift „Energieversorgung bezahlbar halten — Lasten gerecht verteilen — „Windfall-Profits“ investieren“ drängt der Verband auf eine Verlagerung des politischen Engagements vom Ausbau der Erzeugungskapazitäten hin zu mehr Energieeffizienz und einer gerechteren Lastenverteilung.