Frühling für Genossenschaften
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat auf dem Frühlingsfest zum Internationalen Jahr der Genossenschaften Unternehmen und Bürgern kooperationsfreundliche Rahmenbedingungen zugesichert. Ein Land funktioniere dann am besten, wenn viele gemeinschaftlich Verantwortung übernehmen - hierzu wolle die Bundesregierung ein verlässliches Umfeld beisteuern.
04.05.2012
Dabei würdigte Frau Merkel die wachsende wirtschaftliche Bedeutung der Genossenschaften — wie auch deren Rolle zur Stärkung unternehmerischer Eigeninitiative. So funktioniere ein Land dann am besten, wenn viele gemeinschaftlich Verantwortung übernehmen: „Man denkt völlig anders mit, wenn man selber in Verantwortung steht — dieser Gedanke ist auch ein Gedanke der Genossenschaften.“ Die Bundesregierung wolle daher „alles tun, um das wirtschaftliche Umfeld, in dem sie gedeihen können, zu stärken“.
Einen weiteren Grund für die neue Blütezeit, die das Genossenschaftswesen mit über 700 neuen (überwiegend gewerblichen) Kooperationen momentan erlebt, sieht Bundeskanzlerin Merkel auch in deren Rolle als „Vorbild für die Bündelung ökonomischer, ökologischer und sozialer Interessen“. Genossenschaften begünstigten erfolgreiches, nachhaltiges Wirtschaften, da „man nicht auf kurzfristige Partizipation und anschließende Abgabe der Verantwortung ausgerichtet ist, sondern auf eine dauerhafte Verfolgung eines Projekts“. Die lokale Verankerung der Kooperationen sei gleichzeitig Ursprung ihrer Weltoffenheit und großen Innovationsstärke, so die Bundeskanzlerin.
MITTELSTANDSVERBUND-Präsident Wilfried Hollmann und Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Veltmann nutzten die Festveranstaltung, zu der DER MITTELSTANDSVERBUND gemeinsam mit den anderen genossenschaftlichen Verbänden eingeladen hatte, zum persönlichen Dialog mit der Bundeskanzlerin — und diskutierten konkrete Vorschläge für eine Stärkung kooperationsfreundlicher Rahmenbedingungen.

Vlnr.: GdW-Hauptgeschäftsführerin Ingeborg Esser, DGRV-Vorstandsvorsitzender Dr. Eckhard Ott, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, BVR-Präsident Uwe Fröhlich, DGRV- und DRV-Präsident Manfred Nüssel, MITTELSTANDSVERBUND-Präsident Wilfried Hollmann und ZdK-Vorstandsmitglied Mathias Fiedler.