BUY LOCAL: Beirat legt Marschroute fest
Punkten mit lokaler Präsenz. Seit Mitte des letzten Jahres unterstützt DER MITTELSTANDSVERBUND die händlereigene Initiative BUY LOCAL. Das Lenkungsgremium legte einen neuen Aktionsplan fest.
11.02.2015
Overath, 09.02.2015 — "BUY LOCAL ist eine Wahlkampforganisation." Mit dieser zugespitzten Formulierung eröffnete Dr. Benedikt Erdmann, Vorstandssprecher der Soennecken eG, die zweite Sitzung des BUY LOCAL Beirats. Das oberste Lenkungsgremium der Gemeinschaftsinitiative zur Stärkung des lokalen Einkaufs war am 9. Februar auf Einladung der Kooperation in Overath zusammengekommen.
Dein Kassenbon ist ein Stimmzettel – jedes Mal
Erdmann griff damit den Slogan einer leuchtend orangen Postkarte auf, die vor den 14 Beiräten auf dem Tisch lag. "Dein Kassenbon ist ein Stimmzettel. Jedes Mal." Und der Beirat der "Mittelstandsoffensive" BUY LOCAL müsse den Wahlkampf für die stationären Händler und Handwerker betreiben, betonte der Soennecken-Chef.
Neben der Fachhandelskooperation für Bürowirtschaft unterstützen bereits zahlreiche weitere Mitgliedskooperationen des MITTELSTANDSVERBUNDES die Gemeinschaftsinitiative als Förderpartner. "Die 320 Verbundgruppen sind prädestiniert dafür, die Idee voranzubringen", erklärte der anwesende
Präsident des Spitzenverbandes der Verbundgruppen, Wilfried Hollmann. Die NOWEDA eG, deren Vorstandsvorsitzender er gleichzeitig ist, zählt ebenfalls zu den aktiven Unterstützern der Initiative. ´"Wir können das BUY LOCAL Logo potenziell an die Schaufenster von 230.000 mittelständischen Betrieben bringen", erklärte Hollmann. Und dies sei für den Erfolg der Kampagne entscheidend. "Denn nur wenn die Kunden das Logo auch in ihrer Stadt bei möglichst vielen Händlern vorfinden, macht die Kommunikation von BUY LOCAL Sinn."
Wo steht BUY LOCAL?
Wo die gemeinsame Initiative zur Stärkung des stationären Handels und Handwerks vor Ort steht und was die nächsten Schritte sind, präsentierten die beiden Geschäftsführer der Gemeinschaftsinitiative, Dr. Ludwig Veltmann und Ilona Schönle. Veltmann, der gleichzeitig Hauptgeschäftsführer des MITTELSTANDSVERBUNDES ist, betonte dabei, dass manbereits vieles erreicht habe. Dazu gehöre auch das einfache aber prägnante Logo und der Kampagnenslogan "Die Mittelstandsoffensive". BUY LOCAL stehe außerdem im Fokus aller Aktivitäten und der Kommunikation des Spitzenverbandes der Mittelstandskooperationen. So war die Stärkung des Einkaufs vor Ort das Leitthema im "Kompass Mittelstand", der wichtigsten Print-Publikation des
MITTELSTANDSVERBUNDES. Neben Sonderaktionen in verschiedenen Städten wird das Thema im Fokus des diesjährigen Mittelstandsgipfels PEAK und auch des renommierten Kreativpreises des Verbandes stehen.
Ohne Förderpartner geht es nicht
"Aber auch viele Kooperationen sind schon aktiv geworden", zeigte sich Veltmann erfreut. Neben den aktiven Förderpartnerschaften habe etwa SPORT 2000 durch die Kampagne "Sport vor Ort liegt uns am Herzen" innerhalb kürzester Zeit 74 Mitglieder für eine BUY LOCAL Mitgliedschaft gewinnen können. Dass solche Aktionen für den Erfolg der Kampagne entscheidend sind, betonte auch Co-Geschäftsführerin Ilona Schönle. Nur durch konkrete Erfolgsbeispiele und durch ein immer größer werdendes deutschlandweites Netzwerk von "BUY LOCALs" könne man
den Expertenstatus in Medien und Öffentlichkeit noch weiter ausbauen. "Wir müssen von allen Seiten angreifen", so Schönle. Nur so werde man einen "Lawineneffekt" erreichen.
IfH-Studie soll Erwartungen der Kunden herausfinden
Aber was will der Kunde von heute eigentlich? Und was bedeutet das genau für den stationären Handel und das Handwerk vor Ort? Das soll das Institut für Handelsforschung (IfH) in einer Studie im Auftrag des MITTELSTANDSVERBUNDES herausfinden. Die Teilnehmer der Beiratssitzung erhielten bereits einen interessanten Einblick in die Ergebnisse einer ersten sogenannten qualitativen Befragung von Konsumenten. Das Preview lässt einige Überraschungen erwarten. "Die Studie wird der Gemeinschaftsinitiative das notwendige Futter liefern", erklärte der Geschäftsführer des IfH, Dr. Kai Hudetz. Die Ergebnisse der IfH-Studie "Evaluation der Verbrauchererwartungen am lokalen Marktplatz" im Auftrag des MITTELSTANDSVERBUNDES werden voraussichtlich im April dieses Jahres vorliegen.
Nach eingehender Diskussion im Teilnehmerkreis wurden schließlich
Musterstädte und
Leitbranchen festgelegt, mit denen das "Roll out" der Kampagne gestartet werden soll