MENÜ MENÜ

EU-Kommission versucht Bedenken des MITTELSTANDSVERBUNDES hinsichtlich CSR zu zerstreuen

In ihrer Antwort an MITTELSTANDSVERBUND-Präsident Hollmann würdigt die europäische Kommission das gesellschaftliche Engagement der kleinen und mittleren Unternehmen und sichert die Freiwilligkeit von CSR für diese zu. Bezüglich der von Hollmann abgelehnten Berichtserstattungspflichten sei die Entscheidung jedoch noch offen.

27.01.2012

Berlin, 26. Januar 2011. In seiner Antwort an Präsident Wilfried Hollmann würdigt Heinz Zourek, Generaldirektor der GD Unternehmen und Industrie, das große gesellschaftliche Engagement der kleinen und mittleren Unternehmen und sichert die Freiwilligkeit von Corporate Social Responsibility (CSR) für diese zu. Bezüglich der von Hollmann abgelehnten CSR-Berichtserstattungspflichten sei die Entscheidung jedoch noch offen.

Präsident Hollmann hatte sich zuvor an die EU-Kommission gewandt, um davor zu warnen, das vielfältige unternehmerische Engagement im kooperierenden Mittelstand nicht durch neue Bürokratielasten zu konterkarieren (wir berichteten). Insbesondere die angestrebte Einführung von CSR-Dokumentationspflichten wecke den Eindruck, dass die bisherigen Aktivitäten der Unternehmen unzureichend seien – diesem trete Hollmann entschieden entgegen. Standardisierte Pflichtberichterstattungen könnten die Vielfalt des gesellschaftlichen Engagements im Mittelstand zudem kaum treffend abbilden und würden für die kleinen und mittleren Unternehmen einen erheblichen Mehraufwand an Verwaltungslasten und Bürokratie bedeuten.

Generaldirektor Zourek betont in seiner Antwort, dass die Kommission anerkenne, dass gerade die Mittelständler in Deutschland oft großes gesellschaftliches Engagement zeigten. Auch unter Berücksichtigung der begrenzten Ressourcen der Mittelständler gebe die Kommission daher „den Unternehmen kein verbindliches CSR Modell vor“.

Hinsichtlich der von Hollmann abgelehnten Berichterstattungspflichten verweist Zourek jedoch darauf, dass über Inhalt und Anwendungsbereich des neuen Kommissionsvorschlags zur Offenlegung von sozialen und ökologischen Informationen noch keine Entscheidung getroffen sei. Die Kommission wirke hier jedoch auf eine Versachlichung der Debatte hin und fühle sich dem „think small first“-Prinzip „absolut verpflichtet“.

DER MITTELSTANDSVERBUND begrüßt diese Aussage, hat aber gleichwohl Zweifel, ob die Kommission die Freiwilligkeit in den angekündigten gesetzlichen Schritten berücksichtigt.

Zurück zur Übersicht