Bürokratieabbau: Normenkontrollrat soll mehr Kompetenzen erhalten
NKR soll zukünftig nicht nur mit einem Gesetzesentwurf verbundene Bürokratie, sondern alle Regelungsfolgen prüfen
10.06.2010
Das bisherige Konzept des NKR sei zwar sehr erfolgreich, aber wegen der ”Enge des Bürokratiebegriffs“ kritisiert worden, schreiben Unions- und FDP-Fraktion.
Der ZGV begrüßt diesen Entwurf als einen Schritt in die richtige Richtung. Der Verband hatte häufig angemahnt, dass alle Folgen einer Regelung betrachtet werden müssten um den Bürokratieabbau langfristig voranzutreiben. Denn der durch die Informationspflichten ausgelöste Aufwandmachthäufig nur den geringeren Teil der Gesamtbelastung einer rechtlichen Regelung aus.
Die beiden Fraktionen machen aber zugleich deutlich, dass die Entscheidung, ob die zur Erreichung eines Ziels notwendigen Kosten diesem Ziel angemessen seien, eine vorrangig politische sei. Diese Entscheidung bleibe daher den dazu verfassungsrechtlich berufenen Organe vorbehalten. ”Dennoch wird allein die Darstellung des durch eine Vorschrift ausgelösten Aufwandes zu einer Einsparung beziehungsweise Vermeidung von Kosten führen. Denn die Bewusstmachung des gesamten mit einer Regelung verbundenen Aufwandes wird schon aus Rechtfertigungsgründen die Suche nach dem kostengünstigsten Weg zur Erreichung des angestrebten Ziels bewirken“, heißt es in dem Entwurf.