Punkten mit lokaler Präsenz – Mittelstand geht in die Offensive
Die "Mittelstandsoffensive" BUY LOCAL will auf die Bedeutung der lokalen Präsenz von stationären Händlern aufmerksam machen. Am 12. September hat der Beirat in Bielefeld die Marschroute der Gemeinschaftsinitiative von MITTELSTANDSVERBUND und BUY LOCAL e.V. festgelegt.
19.09.2014
Bielefeld, 12.09.2014 — "Florierender lokaler Handel ist ein Element der Lebensqualität unserer Konsumenten", stellte Franz-Josef Hasebrink, Vorstandsvorsitzender der EK/servicegroup eG und Vizepräsident des MITTELSTANDSVERBUNDES, zu Beginn der BUY LOCAL Beiratssitzung fest.
Dies müsse wieder stärker ins Bewusstsein gerückt werden. Den Menschen sei aber zunehmend der Umgang mit moderner Technologie wichtig, betonte der EK-Chef in seinem Eröffnungsstatement. "Wer als Händler die Hürde Multichannel nicht nimmt, wird deshalb gnadenlos abgestraft", brachte es Hasebrink auf den Punkt.
Stark durch Verzahnung von Offline- und Online-Welt
Den lokalen Handel und das Handwerk zu stärken und gleichzeitig mit der Online-Welt zu verbinden ist das erklärte Ziel von BUY LOCAL. Die Initiative wurde 2012 zunächst von Buchhändlern in Süddeutschland als Antwort auf die wachsende Konkurrenz durch Filialisten und Internet-Händler gegründet.Seit dem 1. Juli wird der BUY LOCAL e.V. vom MITTELSTANDSVERBUND im Rahmen einer
Gemeinschaftsinitiative gefördert. "Durch die Kooperation kann die Idee der BUY LOCAL-Händler branchenübergreifend über die Verbundgruppen verbreitet und von der Verbandskommunikation in Richtung Politik und Öffentlichkeit verstärkt werden", erläuterte der Hauptgeschäftsführer des politischen Spitzenverbandes der Mittelstandskooperationen, Dr. Ludwig Veltmann, die Beweggründe der Zusammenarbeit.
Drei strategische Ziele für Gemeinschaftsinitiative
Die Gemeinschaftsinitiative verfolgt drei strategische Ziele: Erstens soll die Öffentlichkeit für die wirtschaftliche und insbesondere auch gesellschaftliche Bedeutung des stationären Handels für die Regionen sensibilisiert werden. Zum zweiten sollen Händler und Handwerker motiviert werden, einen hohen Qualitätsstandard in ihren Geschäften vor Ort zu realisieren, um neben der Versorgung mit Waren und Dienstleistungen gerade auch ein Einkaufserlebnis für den Kunden zu bieten. "Mangelnder Professionalität muss systematisch entgegengewirkt werden", forderte Hasebrink. Dies sei die tägliche Aufgabe einer Verbundgruppenzentrale.
BUY LOCAL kann helfen, verbundgruppenübergreifend und weit in die Händlerschaft hinein zu wirken und so eine größtmögliche Öffentlichkeit zu erreichen. Hierbei muss ein Händler oder Handwerker die Qualitätskriterien des Vereins erfüllen, wenn er BUY LOCAL Mitglied werden will. Dazu gehören Anforderungen an Service, Ladengestaltung, Mitarbeitermotivation und gesellschaftliches Engagement vor Ort. "Wir wollen die Guten sein im Sinne von Qualität", betonte die Geschäftsführerin von BUY LOCAL, Ilona Schönle.
Lenkungsgremium legt Marschroute fest
Der Beirat von BUY LOCAL ist das Lenkungsgremium der Gemeinschaftsinitiative. Er besteht aus dem Vorstand des BUY LOCAL e.V. und Vertretern von Mitgliedskooperationen des MITTELSTANDSVERBUNDES, die BUY LOCAL aktiv und materiell unterstützen. Die Kick-Off-Sitzung des BUY LOCAL Beirats fand am 12. September während der "EK Home" auf Einladung der EK/servicegroup eG in Bielefeld statt. Die Teilnehmer äußerten sich über den konstruktiven Verlauf der Sitzung und die vielen zielführenden Gestaltungsvorschläge zufrieden. "Diese Gruppe macht Lust auf mehr und wir haben festgestellt, dass es noch viel zu tun gibt", resümierte BUY LOCAL-Geschäftsführerin Schönle.
App bringt Kunde ins BUY LOCAL Geschäft
Auf besondere Zustimmung unter den Teilnehmern stieß die geplante BUY LOCAL App. Diese soll BUY LOCAL Händler auf einer modernen Plattform vereinigen und für Konsumenten auffindbar machen. Um den Nutzwert der Applikation weiter zu erhöhen, sollen neben einer Auflistung von Händlern vor Ort weitere Service-Angebote integriert werden. In Betracht kommen Informationen zu Öffnungszeiten von Parkplätzen und öffentlichen Ämtern oder auch Kinoprogramme. Martin Riethmüller, zuständig für die strategische Entwicklung beim BUY LOCAL e.V., überzeugte die Anwesenden mit einer ansprechenden Beta-Version einer solchen App und erklärte, dass hierzu verschiedene Kooperationsgespräche laufen.
Die nächste Beiratssitzung ist für Januar 2015 geplant. "Interessierte Kooperationen, die dieses wichtige Thema im Interesse ihrer Mitglieder angehen und die Initiative unterstützen wollen, sind selbstverständlich dazu aufgerufen und herzlich zur nächsten BUY LOCAL Beiratssitzung eingeladen", erklärte Veltmann.Weitere Informationen: