Leutheusser-Schnarrenberger will Genossenschaftsgesetz weiter verbessern
Auf einer Veranstaltung zum Internationalen Jahr der Genossenschaften hat Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger neue Vereinfachungen für Genossenschaften angekündigt. Gleichzeitig bekräftigte sie das Statement von Professor Dr. Theresia Theurl: „Genossenschaften sind einzigartig und zeitgemäß“.
10.02.2012
Be rlin, 9. Februar 2012. „Was dem einzelnen nicht möglich ist — es gelingt ihm in der Genossenschaft“ — Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger eröffnete die Veranstaltung ihres Ministeriums zum Internationalen Jahr der Genossenschaften mit einem klaren Statement für die herausragende wirtschaftliche und gesellschaftliche Rolle der genossenschaftlichen Kooperation. Genossenschaften ermöglichten langfristiges, erfolgreiches Wirtschaften — sie hätten eine überdurchschnittlich stabile Ertragslage und seien immun gegen feindliche Übernahmen. „Genossenschaften stellen sich erfolgreich dem Wettbewerb und sind hochmodern!“, betonte die Ministerin.
„Genossenschaften sind einzigartig!“ — weshalb die Besonderheiten der Genossenschaften langfristig erfolgreiches Wirtschaften begünstigen, machte im Anschluss Prof. Dr. Theresia Theurl, geschäftsführende Direktorin des Instituts für Genossenschaftswesen (IfG) Münster, deutlich. So sei die Wertschöpfung in Genossenschaften primär daran ausgerichtet, Werte für ihre Mitglieder, den so genannten „MemberValue“, zu schaffen. Dieser Mitgliederwert entstehe sowohl durch die Leistungen der Genossenschaft, durch Vorteile aus der Eigentümerfunktion als auch durch die Werte aus langfristigen Investitionen in die Genossenschaft. So trete das kurzfristige Rendite-Denken des „Shareholder Value“ in den Hintergrund. Die Übernahme von Verantwortung, die tiefe realwirtschaftliche Verankerung sowie die langfristige Orientierung der Genossenschaften würden gestärkt.
Ute Höhfeld, Referatsleiterin im Bundesministerium der Justiz, ermunterte, das Genossenschaftsjahr 2012 intensiv zu nutzen, um die Stärken der genossenschaftlichen Rechtsform noch stärker gegenüber Gesellschaft und Politik zu kommunizieren. Sie begrüßte insbesondere die gemeinsame Kampagne der genossenschaftlichen Verbände anlässlich des Internationalen UNO Jahrs der Genossenschaften: „Das Motto ‚Ein Gewinn für alle‘ macht den großen Nutzen der Genossenschaften deutlich!“, so die Ministerin. Die Übersicht über die Aktivitäten des MITTELSTANDSVERBUNDES zum Internationalen Jahr der Genossenschaften finden Sie unter dem folgenden LINK.