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Krisenbedingte Staatsverschuldungen in Europa trüben Konjunkturaussichten

Aufgrund der europaweit wachsenden Verschuldungen öffentlicher Haushalte misst die DZ Bank abnehmende Konjunkturdynamik in Deutschland.

14.02.2013

Frankfurt, 6. Februar 2013 — Auch für die Jahre 2013/14 haben vielen EU-Länder zur Konsolidierung ihrer strapazierten Haushalte Sparprogramme aufgelegt. Neben Griechenland besonders betroffen sind hierbei Spanien, Portugal, Irland, Frankreich, die Niederlande und Belgien. Hieraus folgerte der Chefvolkswirt der DZ Bank, Dr. Michael Holstein, vor der Arbeitskreis Mittelstandsfinanzierung des MITTELSTANDSVERBUNDES auch für Deutschland, das sich aktuell wesentlich stabiler darstellt als der Durchschnitt der europäischen Länder, konjunkturelle Abschwächungstendenzen.

Als konjunkturstützend wirke sich zwar im Inland aktuell der nicht zuletzt durch die Steigerung der Reallöhne induzierte private Konsum und die Bauinvestitionen aus, jedoch sei mit einem spürbaren Wegbrechen von Aufträgen aus dem Euro-Raum zu rechnen. Bereits jetzt habe sich der Anteil der in EU-Länder exportierten Güter gegenüber dem Export in außereuropäische Regionen deutlich verschoben. Die Beschäftigungserwartungen für Unternehmen bis 200 Mitarbeiter nehmen in Deutschland immer noch leicht zu, wohingegen die Arbeitslosenquoten in anderen europäischen Ländern bedrohliche Ausmaße erreichen.

Für den Jahresverlauf prognostizierte Holstein nach einer zunächst deutlichen Schwächephase eine spätere Erholung. Einen globalen Hoffnungsschimmer sah er aufgrund der spürbaren Erholung des Immobilienmarktes in den USA und der stabilisierenden Fiskalmaßnahmen für das Wachstum in China. Die Inflationsrate in Deutschland schätzte er für den Jahresverlauf auf ca. 2 %. Die Leitzinsentwickung der Notenbaken verharre auch weiterhin auf einem extrem niedrigen Niveau.

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