EU-Kommission stellt Mitteilung über das künftige Mehrwertsteuersystem vor
Als Nikolausgeschenk legte die Kommission am 6. Dezember 2011 ihre Mitteilung über das künftige Mehrwertsteuersystem vor. Ein Schritt in Richtung eines unternehmens- und wachstumsfreundlichen Umsatzsteuersystems?
08.12.2011
Als Nikolausgeschenk legte die Kommission am 6. Dezember 2011 ihre Mitteilung über das künftige Mehrwertsteuersystem vor. Ein Schritt in Richtung eines unternehmens- und wachstumsfreundlichen Umsatzsteuersystems?
Kernpunkt der Mitteilung sind erstens die Ausweitung des Konzepts einer einzigen Anlaufstelle für grenzüberschreitende Transaktionen, die Standardisierung von Mehrwertsteuererklärungen und die Gewährleistung eines ungehinderten und leichten Zugangs zu den Einzelheiten aller nationalen Mehrwertsteuersysteme über ein zentrales Webportal.
Das System soll zweitens effizienter gestaltet werden. Ansätze hierfür sind eine breitere Steuerbemessungsgrundlage und eine Beschränkung der Möglichkeiten ermäßigter Steuersätze, wobei bei der Überprüfung der Steuerpolitik der Mitgliedstaaten im Rahmen des Europäischen Semesters auch die Anwendung ermäßigter Steuersätze und Steuerbefreiungen überprüft wird.
Drittens ist die Schaffung eines schnellen Reaktionssystems bei dem Verdacht auf Betrug sowie eine Überprüfung der bestehenden Mechanismen zur Betrugsbekämpfung angestrebt,
Die Kommission stellt fest, dass ein Wechsel zu einem Mehrwertsteuersystem auf der Grundlage der Besteuerung im Ursprungsland nicht mehr diskutiert wird. Die Mehrwertsteuer wird weiterhin im Bestimmungsland, d.h. in dem Land, in dem der Leistungsempfänger ansässig ist, erhoben. Den vollständigen Wortlaut der Mitteilung finden Sie hier.