MENÜ MENÜ

Discount versus Mittelstand - Der "Aldi-Apostel von Urumqi"

Während die chinesische Regierung massiv auf die Entwicklung des Mittelstandes setzt, frönen Einzelunternehmen der Discount-Idee nach deutschem Vorbild.

25.11.2011

Urumqi, China, 21.11.201. Obwohl die nordwestlichste Provinz Chinas, Xinjiang, mit 1,6 Mio. Quadratkilometern ein Sechstel der gesamten Fläche des Landes einnimmt, ist sie in Deutschland und Mitteleuropa eher weniger bekannt. Dabei vollziehen sich in dieser hauptsächlich vom Turkvolk der Uiguren besiedelten, mit reichhaltigen Bodenschätzen und guter Infrastruktur ausgestatteten autonomen Region bemerkenswerte Entwicklungen. Hiervon konnte sich Dr. Ludwig Veltmann, Hauptgeschäftsführer des MITTELSTANDSVERBUNDES, im Rahmen eines von der deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung (GIZ) organisierten Beratungseinsatzes beim Handelsministerium von Xinjiang einen lebhaften Eindruck verschaffen.

Ziel der Mission war es, chinesischen Ministerial-Beamten und Unternehmern die Chancen und Möglichkeiten einer stärkeren, überbetrieblichen Zusammenarbeit im Mittelstand am deutschen Beispiel nahe zu bringen. Die Erfolgsgeschichte der Verbundgruppen stieß bei den rund 70 Teilnehmern eines Workshops in der Provinzhauptstadt Urumqi auf überaus reges Interesse.

Im Rahmen eines Unternehmensbesuchs war die Überraschung nicht gering, dass auch der deutsche Lebensmitteldiscount dynamischen Unternehmern in der den bekannten Wirtschaftszentren Chinas fernen Regionen Pate steht. Der Gründer und Inhaber des führenden Herstellungs- und Handelsunternehmens für muslimische Lebensmittel, der Uigure Radil Abla, erklärte die gigantische Erfolgsstory seines vor 15 Jahren gegründeten Unternehmens ARMAN damit, dass er als Quereinsteiger, ehemals angestellter Biochemiker, bei dem Studium von Betriebswirtschaft und Management vor allem auf die von Dieter Brandes aufgeschriebenen Erfolgsgeheimnisse des deutschen Discount-Pioniers Aldi gesetzt habe. ARMAN verfügt über eine weitreichende Lebensmittelpalette und ein Handelsnetzwerk von 3.700 Verkaufsstellen in der Provinz. Von dem Besuch der deutschen Delegation erhoffte er sich unter anderem einen Kontakt zu den Aldi-Eigentümern. Aus bekannten Gründen musste hierzu jedoch jedwede Zusage ausbleiben

Abschließend sei der Hinweis gegeben, dass Xinjiang als Rohstoffregion für Lebensmittelimporteure äußerst attraktiv erscheint. Interessierten kann DER MITTELSTANDSVERBUND gern einen Kontakt zum dortigen Handelsministerium verschaffen.

Zurück zur Übersicht