Deutscher Mittelstand in China hoch im Kurs
Bisher ging der Wirtschaftsboom Chinas weitgehend an den kleinen und mittleren Unternehmen des Landes vorbei. Dank deutscher Hilfe soll sich das ändern.
24.03.2011
Qingdao, 18. März 2011. Was die oft Neid erweckenden zweistelligen Wachstumsraten des sozialistisch regierten chinesischen Riesen verbergen, ist die ungleiche Teilhabe der Bevölkerung an diesem Boom. Bei ihrem Bemühen, die immer stärker werdende Disparität zwischen den am Wachstum teilhabenden und den weitgehend nicht begünstigten Einwohnern zu verringern, schaut die chinesische Regierung international nach "Erfolgsmodellen" für ausgewogenere Entwicklungen. Mit besonderem Interesse blickt sie hierbei nach Deutschland,wo sichein leistungsfähiger und die Wirtschaftgar bestimmender Mittelstand entwickelt hat.
Da hierbei gerade Verbundgruppen und Franchisesysteme eine große Rolle spielen, wurden erneut deutsche Experten, darunter auch MITTELSTANDSVERBUND-Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Veltmann, über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit zu einer Beratungs- und Vortragsveranstaltung nach China eingeladen. Diesmal führte die Mission an die Ostküste in die 8-Millionen-Stadt Qingdao, die Ende des 19. Jahrhunderts bis zum 1. Weltkriegdeutsche Kolonie war.Eindeutiges Relikt aus jener Zeit und heute ein boomendes Unternehmen unter Leitung der chinesischen Regierung ist die Brauerei, in der die Leitmarke des chinesischen Bieres, nämlich das Qingdao-Bier, bis heute nach Deutschen Reinheitsgebot hergestellt wird. Dies leistet wohlmit einen Beitrag dazu, dass in der Region die Einstellung zu Deutschland und seiner Wirtschaft augenfällig besonders positiv ist.Bei einem Gespräch zwischendem Vorsitzenden des Qingdao-Handelsbüround Dr. Veltmann wurde DER MITTELSTANDSVERBUND gebeten, bei der Vermittlung von deutschen Fachhändlern, die man in der eigens geschaffenen"Deutschen Straße" ansiedeln möchte, behilflich zu sein. Der Standort mit seiner überdurchschnittlichen Kaufkraft ist es wert, dass dieser Ansatz weiter verfolgt wird. Gerade Kooperations- oder auch Franchisesysteme könnten hierbei eine besondere Rolle spielen.
Interessenten bitte melden bei l.veltmann@zgv-online.de