Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sinkt auf 3,5% - ZGV: „Da ist mehr drin!“
In der Diskussion um die Beitragssenkung schwenkt nun auch die SPD auf die Linie der CDU um. Zum 1. Januar 2008 sollen die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung nicht auf 3,9%, sondern auf 3,5% gesenkt werden.
24.10.2007
Die Entlastung des Faktors Arbeit bleibt auch nach Ansicht des ZGV eine der wichtigsten wirtschaftspolitischen Aufgaben.
„Die Überschüsse der BA müssen dort landen wo sie hingehören — in den Taschen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer!“ so ZGV Präsident Wilfried Hollmann. Er sieht in einer Senkung jedoch mehr Spielraum als von der Regierung zugestanden werden soll: „Mindestens 3,2% müssen drin sein! Die Beitragszahler haben ein Recht darauf, an der positiven Entwicklung teilzuhaben!“ Damit bezieht er sich auf die spürbar verbesserte Lage auf dem Arbeitsmarkt die sich positiv auf die Bilanz der Arbeitsagentur auswirken wird. In Nürnberg rechnet man für 2007 mit einem Plus von mehr als 5,5 Milliarden Euro.
Die Senkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung ist eine kurzfristig realisierbare Maßnahme der Politik, um dem Rückgang der Arbeitslosenzahlen weiteren Aufwind zu verschaffen. Investitionen und Konsum würden gestärkt — dies kommt besonders dem beschäftigungsstarken Mittelstand zu Gute.