Umsätze im Mittelstand bleiben stabil
Die Umsätze im deutschen Mittelstand haben sich im September weiter leicht positiv entwickelt. Der saison- und kalenderbereinigte Umsatzindex des DATEV Mittelstandsindex verzeichnet mit 96,9 Punkten ein Plus um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
22.10.2026
Im Vergleich zum Vormonat fällt er um 1,0 Prozent. Der Blick auf die Unternehmensgrößen offenbart dabei unterschiedliche Verläufe. Mittlere Unternehmen können ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,2 Prozent steigern, kleine Unternehmen um 2,1 Prozent. Bei Kleinstunternehmen ist der Trend gegenläufig; ihre Umsätze sinken um 4,6 Prozent. In den betrachteten Branchen liegen die Umsätze durchweg unter dem Vorjahresniveau. Den geringsten Rückgang verzeichnet das Gastgewerbe mit minus 3,1 Prozent.
„Der Umsatz bewegt sich nominal seitwärts und liegt damit nahezu auf dem Vorjahresniveau. Das saison- und kalenderbereinigte Plus von 1,0 Prozent bleibt angesichts der weiter steigenden Löhne ein schwaches Signal. Die Unterschiede zwischen Unternehmensgrößen und Branchen zeigen zudem, dass diese Entwicklung nicht alle Teile des Mittelstands gleichermaßen erreicht“, sagt DATEV-CEO Prof. Dr. Robert Mayr.
Löhne wachsen nach wie vor stärker als Umsätze
Nach wie vor im Aufwärtstrend zeigt sich der Lohnindex. Im September fallen die Löhne saison- und kalenderbereinigt um 5,5 Prozent höher aus als im Vorjahr. Im Vergleich mit dem Vormonat ergibt sich ein Zuwachs von 0,6 Prozent. Damit bleibt der Lohnanstieg ein wesentlicher Kostenfaktor. Am stärksten zeigt er sich mit 6,5 Prozent wieder im Gastgewerbe.
Die Beschäftigung ist nach wie vor leicht rückläufig. Der entsprechende Teilindex sinkt im September um 0,2 Prozent – sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zum Vormonat. Bei den Unternehmensgrößen zeigen sich dabei Unterschiede. In Kleinstunternehmen gibt es einen Beschäftigungszuwachs um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau, kleine und mittlere Unternehmen bauen dagegen um 0,2 beziehungsweise 0,5 Prozent ab. In der Branchenbetrachtung sind das Baugewerbe und das Verarbeitende Gewerbe mit jeweils 1,1 Prozent am stärksten vom Beschäftigungsrückgang betroffen.
Über den DATEV Mittelstandsindex
Der DATEV Mittelstandsindex bietet einen datenbasierten Blick auf die konjunkturelle Lage der Kleinstunternehmen, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland. Seine Auswertungen werden seit September 2024 monatlich von DATEV zusammen mit einem ausführlicheren Bericht veröffentlicht.
Diese makroökonomische Analyse basiert auf Daten, die in DATEV-Lösungen von DATEV-Mitgliedern (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte) für ihre Mandanten (i.d.R. Unternehmen) erstellt und verarbeitet werden. Für die Erstellung der Auswertungen werden diese anonymisiert und aggregiert, um höchste Standards im Datenschutz und der Informationssicherheit einzuhalten.
Die drei Kernbereiche des DATEV Mittelstandsindex sind Umsätze, Löhne und Beschäftigungsdaten. Die Daten für den Umsatzindex stammen aus den Umsatzsteuervoranmeldungen (UStVA) von über einer Million Unternehmen. Die Daten für die Indizes zu Beschäftigung und Lohn stammen aus den Lohn- und Gehaltsabrechnungen von mehr als acht Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Weitere Details zu den Analysemethoden und aktuellen Verfeinerungen der Auswertungsgrundlagen sind im Methodenbericht erläutert.
Über DATEV eG
Die DATEV eG ist der drittgrößte Anbieter für Business-Software in Deutschland (IDC-Ranking 2023) und einer der großen europäischen IT-Dienstleister. Gegründet 1966, hat die Genossenschaft des steuerberatenden Berufsstandes über 40.000 Mitglieder. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte sie einen Umsatz von 1,65 Milliarden Euro. Das Unternehmen mit Sitz in Nürnberg stellt mit Software, Cloud-Lösungen und Know-how die Basis bereit für die digitale Zusammenarbeit zwischen dem Mittelstand und den steuerlichen Beraterinnen und Beratern, die sich um die betriebswirtschaftlichen Belange der Betriebe kümmern. Über diese Community unterstützt DATEV insgesamt 2,8 Millionen Unternehmen, Selbstständige, Kommunen, Vereine und Institutionen. Mit mehr als 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern begleitet das Unternehmen über eine Million Kunden als partnerschaftlicher Lotse durch die Digitalisierung ihrer kaufmännischen Prozesse. Datenschutz, Datensicherheit und steuerliche Compliance haben dabei höchste Priorität.