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EU-Energiepaket: Jetzt Stromsteuer für alle senken

Am 10. März hat die Europäische Kommission ein neues Energiepaket vorgestellt. Ein zentraler Ansatz ist die Senkung der Stromsteuer. DER MITTELSTANDSVERBUND fordert die Umsetzung der versprochenen Stromsteuersenkung für alle seit Langem. Gerade mit Blick auf die hohen Energiepreise sollte die Bundesregierung jetzt handeln.

13.03.2026

Bei dem vorgestellten Paket handelt es sich um eine Strategie für Investitionen in saubere Energie sowie ein Bürger-Energiepaket und Maßnahmen zur Förderung kleiner, modularer Atomreaktoren. Das Gesamtpaket dient dem Ziel, die Resilienz der EU im Energiebereich zu erhöhen und Energie erschwinglicher zu machen.

Zentrale Punkte


  1. Energiepreise senken und Verbraucher entlasten:
    Ein zentraler Ansatz des Pakets besteht darin, die Mitgliedstaaten zu einer Senkung der Energiesteuern zu ermutigen – insbesondere bei Strom. Nach Einschätzung der Kommission könnte eine solche Maßnahme die Stromkosten für Verbraucherinnen und Verbraucher im EU-Durchschnitt um etwa 200 Euro pro Jahr reduzieren. Darüber hinaus setzt die Kommission auf flexiblere Stromtarife und eine stärkere Integration erneuerbarer Energien in das Energiesystem. Ziel ist es, Preisschwankungen zu reduzieren und Energie effizienter zu nutzen.
  2. Investitionen in Netze und Infrastruktur:
    Ein weiterer Schwerpunkt des Pakets liegt auf dem Ausbau der Energieinfrastruktur. Die Europäische Investitionsbank (EIB) soll stärker eingebunden werden und zusätzliche Garantien für Investitionen in Stromnetze bereitstellen. Der Ausbau der Netze gilt als Schlüssel, um den steigenden Anteil erneuerbarer Energien in das europäische Energiesystem zu integrieren. Gleichzeitig sollen leistungsfähigere Netze dazu beitragen, Energie europaweit effizienter zu verteilen und Engpässe zu vermeiden.
  3. Mehr erneuerbare Energien und Elektrifizierung: 
    Neben kurzfristigen Maßnahmen zur Kostendämpfung setzt die EU-Kommission weiterhin auf den Ausbau erneuerbarer Energien. Dazu gehören unter anderem Programme zur stärkeren Nutzung von Solarenergie – etwa auf privaten Dächern – sowie Maßnahmen zur Förderung der Elektrifizierung in Industrie, Verkehr und Gebäuden.
Diese Schritte sind Teil der langfristigen Energiepolitik der EU, die darauf abzielt, Europa unabhängiger von fossilen Energieimporten zu machen und gleichzeitig die Klimaziele zu erreichen. 

Bedeutung für den kooperierenden Mittelstand

Für kooperierende mittelständische Handel-, Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen sind stabile und bezahlbare Energiepreise eine zentrale Voraussetzung für ihre Wettbewerbsfähigkeit. Viele Betriebe sind energieintensiv oder stehen im Wettbewerb mit Regionen, in denen Energie günstiger ist. Gleichzeitig ist eine Standortverlagerung bei den regional verwurzelten Unternehmen in den meisten Fällen nicht möglich. 

Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Lage in Nahost und den explodierenden Energiepreisen, sollte die Bundesregierung die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Maßnahmen - insbesondere die Senkung der Stromsteuer für alle - jetzt schnell umsetzen. Nur eine breite Entlastung kann einen strukturellen Impuls für den Standort setzen. Zudem muss die Bundesregierung planbare Rahmenbedingungen für Investitionen in Energieeffizienz und klimafreundliche Technologien sicherstellen.
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