Zwischenruf: Wenn der Schafspelz den Wulff nicht mehr kleidet
Die großen poltischen Herausforderungen des Jahres 2012 verlangen vor allem Eines: Vertrauen - und zwarVertrauen in die Märkte, Vertrauen in die Menschen und Vertrauen in die Politik! Gerade der Träger des höchsten Staatsamtessollte hierbei Maßstäbe setzen - doch weit gefehtl! Ein würdiger Amtsträger tut Not.
03.01.2012
Berlin, 3. Januar 2012: Wenn auch der Bundespräsident nur über bescheidene politische Macht verfügt, sodarf man docherwarten, dass er sich als oberster Repräsentant unseres Landes mit dem Gewicht seines Wortes und seines öffentlichen Auftretens und Verhaltens vor seine Bürger stellt und Ihnen eine Richtung weist. Interkulturell hat Christian Wulff in jüngerer Zeit mit dem Bekenntnis der Zugehörigkeit des Islam zu Deutschland und der persönlichen Zuwendung zu den Familien der Rechtsterroristenopfer sicherlich eine gewissePositivliste aufzuweisen. Doch das war´s dann auch -leider!Gerade unser krisengeschütteltes Land, dessen Wirtschaft nur dank der geradevom Mittelstand gelebtenWerte wie Vertrauen, Wahrhaftigkeitund Verlässlichkeit bestehen kann, lässt sich nicht hinter einem Amtsträger versammeln, dessen persönliches Werteverständnis an entscheidenden Stellen offenkundigdeutlich divergiert. Keine geschäftlichen Verbindungen zu dem Ehemann seiner Kreditgeberin für sein Eigenheim zu haben,entpuppte sich alseine schnöde Lüge. Sich öffentlich zu dem hohen Gut der Pressefreiheit zu bekennen und sich in eigener Sache mit dem Versuch - unter Ausnutzung seines amtsgegebenen Gewichts gegenüber der Presse - als "Zensor" (mit noch dazu leider "bescheidener" Wortwahl) zu gerieren, ist mehr als schäbig und deshalb grundsätzlich völlig inakzeptabel.Herr Bundespräsident, jetzt hilft kein juristisches Herumdeuteln mehr, jetzt hilft nur noch ein wirklicher "Befreiungsschlag"!
Dr. Ludwig Veltmann