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ZGV widerspricht Markenverband: Eigenmarken sind wichtiges Element einer Zukunftsstrategie für den mittelständischen Fachhandel

Hauptgeschäftsführer Dr. Veltmann: „Prießnitz übersieht die Chancen der Eigenmarken für den Mittelstand“

27.01.2006

Berlin, 24.1.2006. In scharfer Form hat der Mittelstandsverband ZGV die jüngsten Äußerungen des Hauptgeschäftsführers des Markenverbandes, Horst Prießnitz, zu den Plänen des ZGV-Mitgliedes REWE zurückgewiesen, den Anteil der Eigenmarken deutlich erhöhen zu wollen.

Prießnitz hatte in einem Interview behauptet, dass eine Erhöhung des Eigenmarkenanteils zwangsläufig zu einem Abflachen der Sortimente führen würde und dass Eigenmarken nur der „Abklatsch“ einer richtigen Marke seien. Dies, so der Hauptgeschäftsführer des ZGV, Dr. Ludwig Veltmann, sei blankes Unwissen und widerspreche nachweislich der immer größer werdenden Akzeptanz bei den Kunden, die aus gutem Grunde verstärkt zu Eigenmarken griffen.

„Längst werden Eigenmarken der über 300 vom ZGV vertretenen Verbundgruppen des Handels und des Handwerks grade wegen der überzeugenden Qualität in vielen Branchen von den Kunden zunehmend geschätzt“, so Veltmann. Darin seien sie vielen Industriemarken in aller Regel mindestens ebenbürtig. „Schaut man sich die Liste der Hersteller an, so kann dies auch nicht weiter verwundern, stecken doch meist namhafte Produzenten dahinter, die mit den Eigenmarken inzwischen ein sehr lukratives zweites Standbein für sich entwickelt haben“, so Veltmann.

Für Handel und Handwerk sei es grade zu Zeiten der fortwährenden „Geiz-ist-geil-Mentalität“ mehr als legitim, durch den verstärkten Auf- und Ausbau von Eigenmarken das eigene Profil gegenüber dem Wettbewerb zu schärfen und damit auch zunehmend in den Premium-Bereich vorzustoßen, der noch den Herstellermarken vorbehalten sei. „Im Übrigen unterstreichen zahlreiche Studien und wissenschaftliche Arbeiten diesen logischen Trend, der insbesondere für den Mittelstand von überlebenswichtiger Bedeutung für die Zukunft ist“, so der Hauptgeschäftsführer des ZGV weiter.

Gerade in einer Zeit, in der die Hersteller von Markenartikeln hinsichtlich der Ausgestaltung ihrer Vertriebsschienen kaum noch "Tabus" kennen, müsse der mittelständische Fachhandel mit tragfähigen Strategien eine Antwort finden.

Ein harmonisierter Marktauftritt beispielsweise in Form von Eigenmarken seiein wichtiger Schritt für den Markterfolg. Insofern entsprächen die Äußerungen des Markenverbandes weder den Interessen der Konsumenten noch denen des mittelständischen Fachhandels. „Hier handelt es sich um sehr partikuläre Einzelinteressen“, so Veltmann.

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