ZGV fordert: Schluss mit wahlkampftaktischer Augenwischerei
Opelrettung oderwahltaktischer Wahnsinn?
05.06.2009
Berlin, 2.Juni 2009 -Gewiss: Parteien wollen Wahlen gewinnen und müssen hierzu in den Medien wirksam "rüber kommen".Besonnenheit und Weitsicht sind hierbei offenbar nicht mehr angesagt, ebensowenig wieschmerzliche Wahrheiten und sachlich fundierte mitunter auch unbequeme Entschlüsse. Spektakuläre "Rettungsaktionen"zu nächtlicher Stundebringen dagegendie Schlagzeilen, die man als politischer Protagonist so liebt. Wer nicht mit dem Strom der Lemminge schwimmt, muss ernstlich umseinen Postenfürchten. Wer vorsichtig oder gar skeptisch den "Ring" betritt, erntet bei den politischen Gegnern bestenfalls Spott und Diffamierung.
Wer, wie der Autor, seit vielen Jahren auf der Seite des Mittelstandes steht, dervon des Politik stetszu hören bekam, dass er sich im Wettbewerb behaupten müsse, bekommt das Grausen. Mit schwindelerregenden Milliardensummen setzt sich der Staat bei Großunternehmen mit klangvollen Namen immer mehrin Szene. Hierzu benötigen die Finanzminister von Bund und Ländern Kredite, die,das sei am Rande bemerkt, man sich bei den Banken leiht,diegerade erst, ebenfalls auf Pump, gerettet wurden oder hierzu noch anstehen.Nach Opel dürften die Dämme endgültig gebrochen sein. Eröffnet ist bereits der politische Wettlauf um die vermeintliche Rettung Arcandors.Weit mehr als 1000 andere Unternehmen, meist größere, haben darüber hinaus schon ihre Subventionsgesuche bei staatlichen Stellen eingereicht.
Die Realitätfühlt sich täglich mehrwie Science Fiction an. Der Unterschied ist wohl, dassunser Tageskino keinen bekannten Ausgang hat. Dochsoviel steht fest,eine Fortsetzungmit traurigem Ende folgt: spätestens nach derBundestagswahl!
Dr. Ludwig Veltmann