ZGV begrüßt Engagement der Bundesregierung bei Kreditversicherung
Das von der Bundesregierung geplante Modell der Staatshilfe für die Warenkreditversicherung nach französischem Vorbild verspricht eine wichtige Lücke zu schließen.
01.07.2009
Berlin, 2. Juli 2009: Als aktuell wesentliches Finanzierungshemmnis für den Mittelstand gilt die radikale Abkehr oder die massiven Konditionenverschlechterungen weiter Kreise der Warenkreditversicherer für bestimmte Branchen. Die betreffenden Gesellschaften begründen das mit einem um 50 % gestiegenen Schadensaufwand in diesem Jahr.
Gegen eine sogenannte „Portfoliobereinigung“ zieht der ZGV bereits seit Monatenins Felde, jedoch nur einzelne Versicherer, wie zum Beispiel die R+V, orientieren ihre Bonitätseinstufung sachgerecht ausschließlich am einzelnen Unternehmen, nicht nach der allgemeinen Wirtschaftslage der jeweiligen Branche. Als sachgerecht und konsequent sieht der Verband das Bestreben der Bundesregierung an, ins Hintertreffen geratene Branchen bei gegebener Bonität des jeweiligen Unternehmens mit der Übernahme des Warenkreditrisikos zu unterstützen. Im Wettbewerb mit anderen Ländern der Europäischen Union, wie etwa Frankreich, ist dies als wettbewerbsgerecht und konsequent zu werten, denn dort haftet der Staat bereits seit Monaten für entsprechende Risiken. Auch wenn die Unternehmen Euler-Hermes, Atradius und Coface, die ca. 90 % des Marktvolumens abdecken, dahingehende Skepsis äußern, dass nur ein geringer Teil der jeweiligen „Problembranchen“ überhaupt die Warenkreditversicherer in Anspruch nehmen und damit die staatliche Hilfe ihre Wirkung verfehlen könne, erwartet der ZGV eine spürbare Auswirkung auf den Markt und eine zukunftsgerechte Überbrückung temporärer Engpässe für viele mittelständische Unternehmen. Der Verband ermutigt deshalb die Bundesregierung, an einer raschen Umsetzung des Hilfsangebots festzuhalten.