Zahl der Arbeitslosen weiter rückläufig
Der deutsche Arbeitsmarkt profitiert weiter vom stabilen Aufschwung der Wirtschaft.Im April waren 3,078 Millionen Arbeitslose gemeldet. Das sind 321.000 Menschen weniger als vor einem Jahr, die Arbeitslosenquote sinkt auf 7,3 Prozent.
29.04.2011
Nürnberg, 28. April 2011. Der deutsche Arbeitsmarkt profitiert weiter vom stabilen Aufschwung der Wirtschaft.Im April waren 3,078 Millionen Arbeitslose gemeldet. Das sind 321.000 Menschen weniger als vor einem Jahr, die Arbeitslosenquote sinkt auf 7,3 Prozent. Das meldet die Agentur für Arbeit in ihrer monatlichen Pressekonferenz.
Beschäftigung nimmt zu
Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben in saisonbereinigter Rechnung weiter deutlich zugenommen und liegen über dem Vorjahresniveau. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im März saisonbereinigt um 38.000 gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat im Februar saisonbereinigt um 84.000 zugenommen (vorläufige Daten).
Kurzarbeit wird kaum mehr genutzt
Nach den aktuellen vorläufigen Daten der BA haben im Februar 151.000 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld in Anspruch genommen. Das waren 14.000 weniger als im Januar und 678.000 weniger als im Februar 2010. Damit erreichen die Kurzarbeiterzahlen nur noch ein Zehntel des Höhepunktes der Inanspruchnahme im Mai 2009.
Ausbildungslage: Doppelte Abiturjahrgänge verzerren das Bild
Die Daten vom Ausbildungsstellenmarkt vermitteln noch kein klares Bild. Im Zeitraum Oktober 2010 bis April 2011 wurden der Ausbildungsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit insgesamt 402.200 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 45.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Zu diesem deutlichen Anstieg beigetragen haben die gute konjunkturelle Lage und das Interesse der Betriebe, sich den eigenen Fachkräftenachwuchs durch Ausbildung zu sichern. Denn der Anstieg bis April 2011 geht allein auf ein Plus bei den betrieblichen Berufsausbildungsstellen zurück (+46.300 auf 391.800; außerbetriebliche: -1.300 auf 10.500). Zugleich haben bislang insgesamt 421.800 Bewerber die Ausbildungsvermittlung der Agenturen und der Jobcenter bei der Suche nach einer Lehrstelle eingeschaltet, etwa so viele wie im Vorjahreszeitraum (+300). Der demografisch bedingte Trend rückläufiger Bewerberzahlen wird aktuell durch doppelte Abiturjahrgänge in Folge der Verkürzung der gymnasialen Schulzeit auf zwölf Jahre gebremst (2011: Bayern und Niedersachsen). Auch das Aussetzen der Wehrpflicht könnte sich in einem leichten Anstieg der Bewerberzahlen zeigen. Der Rückgang der Bewerberzahlen dürfte zudem durch die Intensivierung des Übergangsmanagements von der Schule in Ausbildung gebremst werden.
Die Zahl der noch unbesetzten Ausbildungsstellen lag im April mit 220.500 um 26.800 über dem Vorjahreswert. Als noch unversorgt zählten im April 229.400 Bewerber, 11.600 weniger als im Vorjahr. Allerdings ist es laut Bundesagentur für Arbeit derzeit noch verfrüht, anhand dieser Daten eine sichere Einschätzung zur weiteren Entwicklung auf dem Ausbildungsstellenmarkt zu geben. Auch die Daten der Kammern zu den bisher abgeschlossenen Ausbildungsverträgen liegen erst in den nächsten Monaten vor.