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Wirtschaft im Zerrbild der Massenmedien

Die 16 führenden Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft, darunter DER MITTELSTANDSVERBUND, beschlossen im Gemeinschaftsausschuss wegweisende Schritte gegen verzerrte oder unzureichende Darstellungen der deutschen Wirtschaft in den Massenmedien.

12.01.2012

Berlin, 9. Januar 2012. Bei seiner ersten Zusammenkunft anlässlich der Aussprache zum Jahreswirtschaftsbericht 2012 und zum nationalen Reformprogramm 2012 der Bundesregierung befasste sich das Gremium der 16 wichtigsten Wirtschaftsverbände in Deutschland, darunter auch DER MITTELSTANDSVERBUND, mit der Darstellung der Wirtschaft in den Massenmedien. Während ihnen der Rundfunkstaatsvertrag die Aufgabe zuschreibt, zutreffende Informationen zu verbreiten, Kritik zu üben und die Akteure in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu kontrollieren, hatte eine Voruntersuchung des Gemeinschaftsausschusses drei zentrale Abweichungen der tatsächlichen Lage festgestellt:

  1. Über wirtschaftliche Themen wird tendenziell negativ berichtet („Negativismus“).
  1. Die Wirtschaftsberichterstattung selektiert stets nur einige wenige Indikatoren, z. B. Arbeitslosenzahlen oder Wachstumsraten. Komplexe und vielschichtige Zusammenhänge werden meist ausgeblendet („Entkopplung“).
  2. Es zeigt sich eine Neigung der Journalisten, zu bestimmten Themen in die gleiche kritische Richtung zu berichten. Hierdurch werden Standpunkte und Perspektiven nicht in der gebotenen Vielfalt dargestellt („Konsonanz“).

Neben diesen grundsätzlichen Feststellungen belegte die Studie zudem, dass die Wirtschaft, insbesondere in dem fiktionalen Bereich der Medien, stark unterrepräsentiert ist. Der Gemeinschaftsausschuss will sich deshalb mit einer exemplarischen Fallstudie hierzu mit Drehbuchautoren und Filmemachern ins Benehmen setzen, um die Wirtschaft künftig dort stärker zu profilieren. Gerade mit Blick auf den akuten Fachkräftemangel ist dies eine wichtige Maßnahme. Wie das Fernsehen die berufliche Orientierung junger Menschen beeinflussen kann, zeigt sich beispielsweise darin, dass „allgegenwärtige“ Kochsendungen den Beruf des Kochs wieder derart attraktiv gemacht hat, dass die Branche keine Nachwuchssorgen mehr zu beklagen hat.

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