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Wie Verbundgruppen mit Risiken umgehen

Risikomanagement in Verbundgruppen heißt vor allem, die Bonität bei den Anschlusshäusern zu verbessern und Frühwarnsysteme in den Zentralen aufzubauen. Dies ist das Ergebnis der ersten „Werkstatt“ zum Thema Risiko und Finanzen am 18. November 2004 in Lerchenberg.

06.12.2004

In Lerchenberg, dem Ausbildungszentrum der Schuheinkaufsgruppen wurde der Platz eng. Regelrecht überrollt wurden das ZGV- Büro durch das Interesse an diesem Thema und diesem neuen Veranstaltungsformat. Rund 90 Vorstände und Geschäftsführer sowie Verantwortliche für den Bereich Finanzen und ZR/ZF nahmen am 18. November 2004 in Lerchenberg teil. Zusammen mit den Dienstleistern (Liste bei j.glaser@zgv-online.deabgerufen werden) wurde in sehr offener und konstruktiver Dialog über das Thema Risikomanagement geführt.

Alle Referenten hatten im Focus, dass die meisten Anforderungen an das Gruppenmanagement aus der in der Regel stark ausbaufähigen Transparenz im Mitgliedergeschäft resultiert. Sowohl Markus Wosel (R+V Versicherung, ZGV- Delkerederepool) als auch Jörg Glaser (ZGV) analysierten dies anhand zahlreicher praktischer Beispiel und natürlich anhand der Ergebnisse der vielbeachteten - Studie zum Thema „Verbundgruppen- Mitgliedschaft und Risiko“ (auf dieser Seite in Kurzfassung zum Download bereitgestellt). Aber was wäre eine Werkstatt, wenn man nicht gezeigt bekäme, wie man es noch besser oder anders machen kann: Die Risk- MAP des Getränkefachhandelsgruppe G.E.V.A. aus Frechen erklärt im Detail Thomas Przewloka; dass Debitorenmanagement auch im Baustoffhandel mit einfachen organisatorischen Maßnahmen erheblich den Forderungsausfall in dieser schwierigen Branche reduziert, konnte der Inhaber des i+m interbaustoff Mitgliedes Marcus Voss, Bautreff Voss aus Coesfeld sehr eindrucksvoll darstellen.

Nach der Mittagspause und den vielen Gesprächen und Beiträgen aus dem Auditorium erklärte Gerhard Glesel vom umsatzstärksten ZR Dienstleister der VR- Diskont, wie die Bank in Zusammenarbeit mit ihren Verbundgruppenkunden das Thema Bonitätsüberwachung angeht. Schließlich stellt Dr. Ralph Würthwein, vom GENO-Verband in Stuttgart eine verblüffende, rein mathematische Möglichkeit der Errechnung von Ausfallwahrscheinlichkeiten am Beispiel der Intersport Mitglieder dar.

Das einhellige Ergebnis der Diskussion mit den Praktiker aus Verbundgruppen lässt sich schließlich in dem Satz zusammenfassen: „Schaffung von mehr Durchsetzungsstärke durch Mitglieder- Motivation- und/oder Sanktionsmechanismen, um die bonitätsrelevanten der Anschlusshäuser zu sammeln, zu bewerten und in Frühwarnsysteme der Zentralen einzustellen!“

Durch die positive Resonanz auf diese Veranstaltung ermutigt wird der ZGV diese Format der „Werkstatt“ zum Thema Risiko und Finanzen in 2005 weiter ausbauen. Schwerpunktfragen wie Mitgliedermotivation und —sanktion, Datenerhebung ,Forderungsankauf versus Delkredere etc. wurden bereits gewünscht. Weitere Themen nimmt gerne j.glaser@zgv-online.deentgegen. Dort ist auch die CD mit allen Referaten und Informationen über die ServiCon Dienstleister zu erhalten.

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