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Weniger Firmeninsolvenzen im ersten Halbjahr

Vor dem Hintergrund der anhaltend guten Wirtschaftslage ist die Zahl der Unternehmenspleiten in Deutschland auch im ersten Halbjahr 2011 rückläufig. Eine aktuelle Studie der Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel meldet 10,9 Prozent weniger Insolvenzen als im Vorjahreszeitraum.

05.08.2011

Vor dem Hintergrund der anhaltend guten Wirtschaftslage ist die Zahl der Unternehmenspleiten in Deutschland auch im ersten Halbjahr 2011 rückläufig. Eine aktuelle Studie der Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel meldet 10,9 Prozent weniger Insolvenzen als im Vorjahreszeitraum. Demnach mussten im ersten Halbjahr 2011 lediglich 15.302 Unternehmen aufgeben.

Positiver Ausblick, Unsicherheiten bleiben

Da das konjunkturelle Hoch laut führenden Wirtschaftsinstituten anhalten soll — wenn auch in abgeschwächter Form - rechnet Bürgel für das Gesamtjahr 2011 mit einer auf bis zu 30.000 Fälle sinkenden Zahl an Firmeninsolvenzen. Das entspricht dem zahlenmäßigen Niveau vor der Finanzkrise. „Würde sich der wirtschaftliche Aufwärtstrend im aktuellen Jahr weiter fortsetzen, gäbe es bezogen auf die vergangene Dekade nur im Jahr 2007 weniger Firmeninsolvenzen als im Jahr 2011“, ergänzt Sellin. Einziger Makel: Im zweiten Quartal 2011 mussten 6,1 Prozent mehr Firmen einen Insolvenzantrag stellen als im ersten Quartal des Jahres: Waren es in den ersten drei Monaten lediglich 7.423 Unternehmen, standen im Folgequartal 7.879 Firmen vor dem Aus. Die weitere Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen könnte indes stark von der Schuldenkrise in Europa, die den hiesigen wirtschaftlichen Aufschwung zu dämpfen droht, beeinflusst werden.

Lage im Süden positiver

Bei den absoluten Zahlen im Ländervergleich verteilen sich die 15.302 Firmeninsolvenzen im ersten Halbjahr am stärksten auf Nordrhein-Westfalen (3.187), Bayern (1.870) und Niedersachsen (1.701). Bei der aussagekräftigeren relativen Betrachtung je 10.000 Firmen müssen in Bayern (32 je 10.000 Unternehmen) und Baden-Württemberg (35) am wenigsten Firmen aufgeben. Während der Bundesdurchschnitt bei 48 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen liegt, gestaltet sich die Situation in Bremen mit 91 Fällen je 10.000 Firmen am gravierendsten. Auch in Sachsen-Anhalt (84) und Sachsen (73) ist die Lage angespannt.

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