Wegweisende Verbundgruppenstudie geht in die entscheidende Phase
Unter dem Titel „Monitoring im Handel“ werden mit Hilfe der Universität Münster in einer großangelegten Untersuchung nun systematisch die wichtigsten Erfolgspotentiale für Verbundgruppen untersucht
01.07.2010
Münster, 28. Juni 2010 - Im Centrum für Angewandte Wirtschaftsforschung (CAWM) der Universität Münster rauchten die Köpfe: Diebereits vor einigen Monaten vom ZGV initiierte und vom Bundeswirtschaftsministerium über das RKW geförderte Studie mit dem Titel „Monitoring im Handel“ rückt nun in die empirische Phase. Ein hochrangig besetztes „Steering-Committee“ aus namenhaften Verbundgruppen, wichtigen Dienstleistungsunternehmen und der ZGV-Geschäftsführung sondierte den vom CAWM unter Leitung von Frau Professor Theresia Theurl entwickelten Fragebogen, der in Kürze an die Verbundgruppen-Chefs verschickt werden soll. Die Studie zielt zunächst darauf ab, den aktuellen Informationsfluss und die Kommunikation zwischen Verbundgruppen-Zentralen und den Anschlusshäusern systematisch zu ermitteln. In einem weiteren Schritt sollen dann Optimierungspotentiale identifiziert und aufgezeigt werden.
Dass sich Kooperationen für Anschlusshäuser grundsätzlich positiv auswirken, hatten ZGV und CAWM bereits 2004 mit der Erforschung des Einflusses einer Verbundgruppen-Mitgliedschaft auf das Insolvenz-Risiko („Verbundgruppen-Bonus-Studie“) nachweisen können. Auf dieser Grundlage konnten bereits viele Hausbanken dazu bewegt werden, ihre Dienstleistungen gegenüber Verbundgruppen-Mitgliedern zu verbessern. Die risikomindernden Faktoren waren seiner Zeit im Einzelnen allerdings nur qualitativ erfasst worden. Eine entscheidende Rolle spielt aber zweifelsohne die Informations- und Kommunikationsstruktur zwischen den Verbundgruppen-Zentralen und Anschlusshäusern. Hierbei wirkt sich vor allem die Verfügbarkeit und die Auswertungsmöglichkeit relevanter Informationen aus.
In der aktuellen Studie ist dies unter dem Begriff „Monitoring“ zusammengefasst. Ein „optimales“ Monitoring dürfte bereits heute und gewiss in den kommenden Jahren die entscheidende Voraussetzung für den Erhalt und den Ausbau wettbewerbsfähiger mittelständischer Unternehmen sein. Gerade deshalb ist der Studie nicht nur aus Unternehmenssicht, sondern auch wirtschaftspolitisch oberste Priorität zuzumessen.
Der ZGV ruft deshalb seine Mitglieder auf, rege an der Studie mitzuwirken. Ein erster Schritt ist das sorgfältige Ausfüllen des in wenigen Tagen versendeten Fragebogens, der durch das Steering-Committee bereits intensiv vorgeprüft wurde.
In der ZGV-Geschäftsstelle stehen Ihnen für Rückfragen Dr. Ludwig Veltmann (l.veltmann@zgv-online.de) und Peter Schäfer (p.schaefer@zgv-online.de) gern zur Verfügung.