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Vertrieb liebt Forderungs- und Debitorenmanagement? Eine spannungsreiche Beziehung!

Rund 35 Teilnehmer sind am 28.06. der Einladung vom TÜV Rheinland und der ServiCon gefolgt. Das Generalthema war, wie das Debitoren- und Forderungsmanagement optimiert werden kann.

08.07.2011

Köln, 28. Juni 2011. Ich liebe meine Frau und nicht meinen Vertrieb - aber wir kommen gut miteinander aus“ war die entwaffnende Antwort von Rudolf Keßler, Verantwortlich für das Kreditmanagement der BayWa AG aus München, auf die entsprechende Frage aus dem Plenum. Herr Keßler warnte die Kollegen davor, einen zu kurz gesprungenen Ansatz beim Kreditmanagement zu wählen. Wenn nicht im Vertrieb oder der Mitgliederakquisition bereits klare Regeln bekannt und gelebt werden, bleibt das Kreditmanagement im Ansatz stecken. Hilfreich dabei waren die Dokumentation der BayWa Credit Policy und deren regelmäßige Abprüfung auf Einhaltung durch den CM Zertifizierungsprozess des TÜV Rheinland. Ausführlich ging Herr Döller vom Gastgeber TÜV Rheinland auf diese Dienstleistung ein.

In vielen Fachgesprächen mit Mitgliedern des ZGV kamen die unterschiedlichen Motivationen für eine TÜV geprüftes Debitorenmanagement zu Tage:
Finanzkommunikation mit Banken, Lieferanten und Mitgliedern, Zusammenarbeit mit Kreditversicherern, Sicherstellung der Qualität bei sich ändernden Marktgebenheiten, Optimierung der Prozesses, Reduzierung von Forderungsausfällen und DSO uvam.

Ein weiteres Highlight der Veranstaltung war der Praxisvortrag von Manuela Hachenberg, Soennecken eG, die ausführlich den beachtenswerten Qualitätsstandard des Kreditmanagements dieser führenden Gruppe des P/B/S Handels erläuterte. Durch den Einsatz der Frühwarn- Tools der Geno-Risk und weiterer organisatorischer Maßnahmen konnten die sogenannten DSO (durchschnittliche Außenstandstage) deutlich gesenkt werden. Auch hier spielte der Aufbau einer unternehmensweiten Credit Policy und auch die Ausbildung zum Credit Manager eine wichtige Rolle.

Die Referenten der ServiCon Dienstleister KSI- EOS (DD Monitor bei BayWa), Frau Ballweg,Geno-Risk Solutions (statistisch- mathematische Frühwarnsysteme z.B. bei Soennecken, Intersport und euronics), Herr Dr. Würthwein, gingen im Detail auf ihre Instrumente für die speziellen Anforderungen der Verbundgruppen ein. Abgerundet wurde die Tagung durch die Beiträge des ZGV-Mitglieds Creditreform. Herr Brückner von Crefo zitierte aus eine jüngst veröffentlichten Studie, dass im deutschen Mittelstand rund 123 Mrd Euro jährlich an working capital durch verzögerte Rechnungsstellung, ineffiziente Mahnverfahren und Beitreibungssysteme und natürlich durch fehlerhaftes oder fehlendes Debitoren- und Forderungsmanagement verloren gingen.

Die nächste Gelegenheit, sich mit den Kollegen der Verbundgruppen und den relevanten Dienstleistern zu diesem wichtigen Thema auszutauschen, wird auf den ServiCon Dienstleistungstag 2011 am 19.10.2011 in Berlin sein. Auf der Seite finden Sie unter der Rubrik die Angebote der verbundgruppenerfahrenen Anbieter. Nähere Informationen erhalten Sie von j.glaser@mittelstandsverbund.de.

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