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Verbundgruppenkommunikation im Wandel: AK Öffentlichkeitsarbeit tagt bei INTERSPORT

Wie müssen Kooperationen in Zeiten der Neuen Medien ihre Kommunikationswege und -strategien anpassen? Wie gelingt der große Sprung ins „Mitmach-Web“? Diese und andere Fragen diskutierten die Teilnehmer des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit, der in seiner Frühjahrssitzung bei der INTERSPORT in Heilbronn zu Gast war.

30.04.2012

Heilbronn, 21. März 2012. „Die Kraft der Medien ist heute größer denn je — das birgt auch erhebliche Gefahren!“ Klaus Jost, Vorstand der INTERSPORT Deutschland eG, skizzierte in seiner Begrüßung der Teilnehmer des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit am 20./21. März in Heilbronn, welche wichtige Rolle einer gezielten Unternehmenskommunikation in einer sich wandelnden Medienlandschaft zukommt. Für Kooperationen dabei besonders wichtig: Stets auch den Blickwinkel der Anschlusshäuser auf die PR-Arbeit der Zentrale im Auge zu behalten.

Mit welchen Mitteln die INTERSPORT eG, mit rund 1000 Mitgliedsunternehmen eine der weltweit größten Fachhandelskooperationen im Sportbereich, diese Herausforderungen bewältigt, zeigte im Anschluss der INTERSPORT-Leiter Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Roland Scheuermeyer. Durch intensive Pressearbeit, Pressekontakte und Pressekonferenzen, aber auch durch Führungen in der Zentrale und verstärkt durch die Präsenz in den sozialen Medien gelingt der INTERSPORT eine erfolgreiche Durchdringung in den Zielmedien — wie auch eine Stärkung der Marke INTERSPORT. „Manchmal ist PR das bessere Marketing!“, betonte Scheuermeyer - schließlich sei gute Öffentlichkeitsarbeit nicht nur günstiger, sie erziele auch eine höhere Glaubwürdigkeit als Werbung.

Shitstorms, nörgelnde Mitarbeiter und laute Minderheiten im Netz: Besiegeln die Social Media das Ende der Kommunikationshoheit der PR-Abteilungen? Hans Frisch und Jans Eisenkrein, Kommunikationsexperten der Profilwerkstatt Darmstadt, zeigten eindrucksvoll, wie sich (Kommunikations-)Macht von etablierten Institutionen hin zu engagierten „Usern“ verschiebt. Sie zeigten aber auch: Das „Zeitalter der radikalen Transparenz“ birgt auch viele Möglichkeiten für Verbundgruppen, sich erfolgreich zu engagieren — zum Nutzen der Kooperation und ihrer Mitglieder. Schließlich: „Niemand kann sich Social Media entziehen!“, so Eisenkrein.

Wie einer Verbundgruppe mit einer starken Einzelhandelsmarke der Schritt in das zentrale soziale Netzwerk Facebook erfolgreich gelingen kann, demonstrierte schließlich Jochen Mauch, Leiter Marketing der EURONICS Deutschland eG. Ein Erfolgsfaktor dabei: Die Einbindung der selbstständigen Händler durch die Zentrale. Neben Unterstützungsleistungen, Inhalten und Leitlinien bietet die EURONICS-Zentrale ihren Mitgliedern ein umfangreiches Schulungsprogramm für den erfolgreichen Online-Auftritt. Und auch die weniger online-affinen Anschlusshäuser ohne eigenen Facebook-Auftritt profitieren von der zentralen EURONICS-Facebook-Seite. Etwa über einzelne Marketingaktionen oder auch durch die Händlersuche werden sämtliche Anschlusshäuser in die Social-Media-Aktivitäten eingebunden. Der Erfolg spricht für sich: Bereits nach 6 Monaten konnte die Ditzinger Fachhandelskooperation über 25.000 aktive Fans verzeichnen — Tendenz stark steigend.

Neben diesen Themen nutzen die Teilnehmer die Herbstsitzung des Arbeitskreises für den intensiven Erfahrungsaustausch über aktuelle Herausforderungen und Projekte in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Verbundgruppen. Die Herbstsitzung des Arbeitskreises wird bei der Büroring eG in Haan stattfinden, der Termin hierfür wird in Kürze mit den Teilnehmern des Arbeitskreises abgestimmt.

Dr. Konstantin Kolloge, 030 — 59 00 99-661

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