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StrategieDialog Multichannel: Gemeinsam ist man stark

Kaum ein Thema wird derzeit heißer diskutiert: wie stellen sich Kooperationen im E-Commerce am besten auf? Die Teilnehmer der zweiten Sitzung des StrategieDialogs Multichannel waren sich am 2. Juli einig: der stationäre Handel ist zukunftsfähig.

11.07.2014

Mainhausen, 07.07.2014 - Bereits bei der Kickoff-Veranstaltung im Februar diesen Jahres hatten die Teilnehmer des Strategiedialogs Multichannels zentrale Herausforderungen formuliert, die es in der kommenden Zeit zu bewältigen gilt. Das zweite Treffen der durch den Hauptgeschäftsführer des MITTELSTANDSVERBUNDES, Dr. Ludwig Veltmann, ins Leben gerufenen Initiative bot die Gelegenheit, die zwischenzeitlich herausgearbeiteten Ansätze der Verbundgruppenszene zu präsentieren.

Eingeladen hatte dieses Mal die ANWR GROUP eG in Mainhausen. Die Veranstaltung selber fand in dem im Januar 2014 eröffneten ANWR-Ordercenter O1 statt, dass mit 6000 qm ausreichend Raum für Showrooms und regelmäßig stattfindende Messen bietet.

Nach einer Begrüßung durch den Hausherrn Günter Althaus, Vorstandsvorsitzender ANWR GROUP eG, und einer Einleitung durch Veltmann, stellte der ANWR Vorstandsstab Strategie, Volker Gromer, wichtige strategische Überlegungen aus Sicht der ANWR GROUP vor. Eine große Herausforderung des Einzelhandels werde dabei der demographische Wandel sein, welcher zu neuen Wünschen der Verbraucher und einer neuen Art des Konsumverhaltens führen werde.

Der Geschäftsführer der neu gegründeten Gesellschaft ANWR Media, Alexander Hock, stellte im Anschluss den Ansatz seines Hauses im Bereich Online-Handel vor. Mit dem Online-Marktplatz schuhe.de bietet die ANWR-GROUP dabei ein Konzept, dass die Sichtbarkeit der angeschlossenen stationären Händler im Internet erhöht und gleichzeitig Raum für deren individuelle Vertriebskonzepte belässt. Das Konzept ist dabei denkbar einfach: Der lokale Händler kann entscheiden, in welchem Umfang er seine Waren auf dem Online-Marktplatz anbietet. Die ANWR GROUP stellt den Marktplatz und das entsprechende Marketing bereit. Entscheidet sich der Kunde später für den Kauf eines Artikels, wird er an den angeschlossenen Online-Shop des entsprechenden Anbieters weitergeleitet. Die Plattform ist seit März 2013 online und erfreut sich steigender Akzeptanz auf Seiten der Kunden wie auch auf Seiten der Einzelhändler.

Herbert Hartung, Geschäftsführer der isa-media GmbH, stellte danach sein Konzept für eine Optimierung der Produktsuche im Internet dar. Für ihn muss stets der Kunde im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Er lieferte Ansätze, wie die Sichtbarkeit eines Unternehmens im Internet erhöht wird und Informationen besser aufbereitet werden können. Durch einfache Veränderungen der Webpräsenz könnten Unternehmen die Kundenzufriedenheit und damit die Kundenbindung enorm steigern.

Der Nachmittag bot dann ausreichend Gelegenheit, die Eindrücke aus den teilnehmenden Kooperationen zu sammeln und Ansätze vorzustellen:
  • Nicht alle stationären Einzelhändler bringen die personellen und sachlichen Kapazitäten mit, um selbst einen Online-Handel aufzubauen.
  • Hierfür ist neben technischem Knowhow vor allem die Pflege der Seite Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Online-Präsenz.
  • Daher müssen Verbundgruppen Konzepte schaffen, wie diese Händler mit wenig Aufwand an den Online Handel angeschlossenen werden können.
  • Hauptproblem bleibt oftmals das fehlende Auftreten unter einer Marke und mit einem gemeinsamen Preis.
  • Gerade einheitliche Marke könnte jedoch eine Art Brückenfunktion zwischen Online-Geschäft und stationärem Handel schlagen.
  • Wegen der Heterogenität der Verbundgruppen müssen die Konzepte abgestufte Lösungen bereitstellen, je nach dem, im welchem Umfang sich der Einzelhändler im Online-Geschäft beteiligen kann oder möchte.
  • Durch das umfassende Angebot an Bewertungsportalen tritt die Beratung im stationären Handel immer weiter in den Hintergrund.
  • Anders herum haben auch Online Pureplayer verstanden, dass der Aufbau eines stationären Handels Vorteile bietet.
  • In einem solchem Markt hätten Verbundgruppen jedoch unschlagbare Vorteile.
  • Insgesamt sollten Verbundgruppen ihren gesellschaftspolitischen Beitrag mehr betonen.
  • Durch den Aufbau eines Online-Handels innerhalb von Verbundgruppen wird der lokale Händler und damit auch die Gemeinschaft vor Ort gestärkt.
Dass gerade dieser letzte Aspekt vom MITTELSTANDSVERBUND ernst genommen wird, unterstrich Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Veltmann abschließend in seiner Präsentation der BUY LOCAL Initiative zur Förderung inhabergeführter Fachgeschäfte aus Einzelhandel und Handwerk.

Das nächste Treffen des StrategieDialogs wird in den Räumlichkeiten der aetka Communication Center AG in Hartmannsdorf voraussichtlich im Oktober 2014 stattfinden.



KONTAKT

Für Fragen steht Ihnen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung:

Dr. Ludwig Veltmann

DER MITTELSTANDSVERBUND — ZGV e.V.
Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin
Tel.: 030/590009-618
E-Mail: l.veltmann@mittelstandsverbund.de

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