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Strategie gegen den "Preisverhau" - UGAL diskutiert in Prag

Auf Einladung des tschechischen Verbandes für Handel und Tourismus diskutierten die Repräsentaten der nationalen Spitzenverbände und europäischen Verbundgruppen auf der diesjährigen Generalversammlung der UGAL über tragfähige Maßnahmen zur Regelung des Wettbewerbs.

30.05.2007

Prag, 25. Mai 2007: "Freier Lauf für den Wettbewerb oder staatliche Schranken?" In diesem Spannungsbogen vollzog sich die Debatte bei der diesjährigen UGAL-Generalversammlung auf Einladung des Tschechischen Verbandes für Handel undTourismus am 24. und 25. Mai in Prag.

Repräsentanten aus dem Gastgeberland, sowie aus Schweden, Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien, Finnland, den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland diskutierten unter Moderation des britischen Professors für Wettbewerbswirtschaft, Paul W. Dobson, kontrovers über die Notwendigkeit staatlicher Maßnahmen gegen den Preisverfall insbesondere im Lebensmittelbereich. Im Mittelpunkt standen hierbei die in verschiedenen Ländern erwogene und teilweise bereits vollzogeneGesetzgebung zum Verbot des Verkaufs von Waren unter deren Einstandspreis.

ZGV-Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Veltmann, Mitglied des UGAL-Vorstandes,erläuterte die Verhältnisse auf den Lebensmittelmärkten in Deutschland. Die Ursache für die im Vergleich zu anderen europäischen Ländern äußerst niedrigen Preise liege keineswegs in einer vermeintlich verbreitentenPraxis des Verkaufs unter dem Einstandspreis. Vielmehr habe sich in den zurückliegenden Jahren die Verkaufsfläche für Lebensmittel überproportional ausgedehnt und der Discount sei in seiner Bedeutung immens gewachsen. Der sich daraus ergebende Preisdruck könne nur durch die eigene Stärkung der Wettbewerbsposition eines Unternehmens mittels Kooperation in einer Verbundguppeabgefedert werden. Einen staatlichen Eingriff in die Preisgestaltung und erst recht die damit verbundene bürokratische Gängelung der Händler lehne der ZGV ab. Während die meisten anderen Länder die Position teilen, vertreten Großbritannien und Tschechien den Standpunkt, dass der Staat zu niedrige Preise bei Lebensmitteln verhindern müsse. Insbesondere die tschechischen Händler sehen sich zusätzlich durch die rasche Ausdehnung von Handelsketten aus anderen EU-Ländern bedroht. Die UAGL hat sich eine Vermittlung der unterschiedlichen Positionen vorgenommen.
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