SPD-Mittelstandsbeauftragter Friedrich: Nachhaltigkeit ist ein Erfolgsrezept der mittelständischen Wirtschaft
Nachhaltiges Wirtschaften stärkt kleine und mittlere Unternehmen, muss aber weit mehr als nur ökologische Aspekte umfassen - so eins der zentralen Ergebnisse des Expertengesprächs des Arbeitskreises Mittelstand der Friedrich-Ebert-Stiftung. Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutierten am 2. Dezember in Berlin auch, welche Rolle Kooperationen und Netzwerke hierbei spielen.
03.12.2010
Berlin, 2. Dezember 2010. Wie stellt sich "Nachhaltigkeit" konkret im deutschen Mittelstand dar- und wie wirkt sie sich auf den Unternehmenserfolg aus? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Expertengesprächs des Arbeitskreises Mittelstand der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung am 2. Dezember 2010 in Berlin. Vor Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Unternehmen bezog Peter Friedrich, Mittelstandsbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion, klar Stellung. So stärke nachhaltiges Wirtschaften die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen: „Kleine und mittlere Unternehmen sind das Paradebeispiel einer erfolgreichen und umfassenden Nachhaltigkeitsorientierung“.
Prof. Dr. Georg Müller-Christ, Professor für Nachhaltiges Management an der Universität Bremen, stellte die wesentliche Bedeutung von Aus- und Weiterbildungsaktivitäten für die Nachhaltigkeitsstrategie eines Unternehmens heraus. Es werde angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels für mittelständische Unternehmen immer wichtiger, den zukünftigen Unternehmensnachwuchs bereits in einer frühen Phase „abzuholen“ und für praktische Themen der Arbeitswelt zu begeistern. Partnerschaften mit Kindergärten und Schulen seien hier ein wesentlicher Schlüssel zum langfristigen Erfolg.
„Nachhaltigkeit muss sich stets rechnen!“ betonte Prof. Dr. Michael von Hauff, Professor für Volkswirtschaftslehre an der TU Kaiserslautern. Dafür müssten die ökologischen und die sozialen Facetten des Konzeptes stets auch mit der ökonomischen Nachhaltigkeit in Einklang gebracht werden. Dann sei Nachhaltigkeit "eine Stärkung des Bestandes eines Unternehmens", so von Hauff. Für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung seien Kooperationen und Netzwerke von zentraler Bedeutung. "Ohne unsere Kooperationen wäre es für uns in den vergangenen 25 Jahren schon fünf bis sechs mal sehr, sehr eng geworden", stimmte eine Vertreterin eines mittelständischen Unternehmens bei der anschließenden Diskussion von Hauff zu.
Dr. Konstantin Kolloge, ZGV-Büro Berlin, 030 - 59 00 99 661