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Spanische Verbundgruppen suchen Schulterschluss zum MITTELSTANDSVERBUND

Der spanische Spitzenverband der Verbundgruppen ANCECO lud den MITTELSTANDSVERBUND zur Mitgliederversammlung nach Madrid ein. Die Teilnehmer zeigten reges Interesse an einem Ausbau des Erfahrungsaustauschs mit den deutschen Kollegen.

04.07.2013

Madrid, 25.06.2013 — Trotz der aktuell angespannten wirtschaftlichen Lage in Spanien schauen die 89 im spanischen Spitzenverband organisierten Verbundgruppen des Groß- und Einzelhandels (ANCECO) optimistisch in die Zukunft. "Wir wollen von den Deutschen lernen und mit ihnen unsere Erfahrungen austauschen und kooperieren" so das einhellige Credo nach dem Vortrag von MITTELSTANDSVERBUND-Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Veltmann vor der Mitgliederversammlung der ANCECO in der spanischen Hauptstadt.

Zu einer ersten Begegnung Repräsentanten beider Verbände war es im Rahmen der UGAL-Generalversammlung in Hamburg Anfang Mai gekommen. Unmittelbar darauf erfolgte die Einladung nach Spanien die u.a. ebenfalls an UGAL-Generaldirektorin Else Groen ergangen war.

Ein aktuelles Kernproblem der spanischen Verbundgruppen ist der quasi völlige Rückzug der spanischen Geschäftsbanken aus der Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen. So reihten sich vielfältige Fragen an Veltmann hinsichtlich tauglicher Finanzierungsmodelle für das Verbundgruppengeschäft in Deutschland und eventueller Möglichkeiten grenzübergreifender Lösungen aneinander. Veltmann sicherte zu, dies zu prüfen. Auch bei Veltmanns Erläuterung der aktuellen Entwicklungen im Bereich der Online-Märkte und der diesbezüglichen Verbundgruppenstrategien in Deutschland wurden die Spanischen Zuhöhrer hellhörig. Gerade mit Blick auf die damit verbundenen Konfliktpotentiale zwischen Zentralen und Anschlussunternehmen sowie den kartellrechtlichen Problemen in Zusammenhang mit der Preisgestaltung zeichneten sich parallele Herausforderungen ab. Else Groen und Dr. Ludwig Veltmann empfahlen hierzu ein konzertiertes Vorgehen zur Überzeugung der nationalen und europäischen für Wettbewerbsfragen zuständigen Politiker und verwiesen auf die ersten Erfolge der langwierigen und mühsamen Überzeugungsarbeit der Verbände. Zugelassen seien mittlerweile beispielsweise abgestimmte Festpreise innerhalb einzelner Verbundgruppen im Rahmen zeitlich befristeter Marketingaktionen. Im europaweiten Schulterschluss müssten nun weitere Freiräume erkämpft werden.

Weiterer zentraler Diskussionspunkt war die wachsende Konkurrenz des Handels durch Hersteller, die als sogenannte "Vertikale" direkt die Warendistribution zum Endkunden durchführen. Veltmann empfahl als Gegenstrategie den verbundgruppenübergreifenden Schulterschluss gegenüber dem Lieferanten, ggf. sogar auf internationalem Level.

Am Rande der Veranstaltung suchten zahlreiche Teilnehmer das direkte Gespräch mit dem Hauptgeschäftsführer des Spitzenverbandes des kooperierenden Mittelstands mit der Bitte zur Kontaktanbahnung zu einer branchengleichen Gruppe in Deutschland.

Wer als deutsche Verbundgruppe an einem direkten Kontakt zu einer spanischen Verbundgruppe interessiert ist, kann sich unter l.veltmann@mittelstandsverbund.de jederzeit an Dr. Ludwig Veltmann wenden.

Veltmann lud zum Abschluss seines Besuchs den spanischen Generalsekretär zu einem Gegenbesuch nach Berlin ein.
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