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Schlecker: MITTELSTANDSVERBUND begrüßt ordnungspolitisches Einlenken

Die Tragik der Unternehmens-Pleite für die Schleckermitarbeiter ist unbestreitbar. Ihre Ursache ist aber nicht fehlende Unterstützung der Politik, sondern einzig schlechtes Management. Mit ihrem marktfeindlichen Interventionismus haben einige Politiker in den zurückliegenden Wochen den Prozess notwendiger beruflicher Umorientierung der Betroffenen verzögert.

05.04.2012

Berlin, 29. März 2012. Der MITTELSTANDSVERBUND begrüßt die von ihm geforderte konsequente Kurskorrektur der Poltik in Sachen Schlecker ausdrücklich. Das wochenlange Gezerre um eine vermeintliche Sonderlösung für die von der Unternehmensinsolvenz betroffenen Mitarbeiter war ordnungspolitisch widersinnig und hat leider falsche Hoffnungen geweckt. Auf das offenkundige langjährige Versagen des Schlecker-Managements, letztlichvor allem zu Lasten der Mitarbeiter, kann politischer Interventionismus keine Antwort sein.

Insolvenzen sind realer Teilunseres marktwirtschaftlichenSystems.Arbeitsplatzverluste entstehen bundesweit monatlich in weit größerer Zahl, alsnun bei Schlecker. Viele mittelständische Unternehmen, die täglich im hartenWettbewerb bestehen müssen und die mehrheitlich nicht über eine bekannte Unternehmensmarke verfügen,gerade auch deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowieebenso die aktuell Arbeitssuchenden würden nicht verstehen, wenn es für einzelne Unternehmenwegen derBekanntheit der Marke (wieder einmal) eine teure und in ihrer Wirkung mehr als zweifelhafte Sonderregelung zu Lasten des Steuerzahlers gäbe.Die vorhandenen staatlichen Instumente zur Arbeitsvermittlung stehen über die Arbeitsagenturen in großer Vielfalt jedem einzelnen Arbeitssuchenden zur Verfügung und solltenunverzüglich auch verstärkt genutzt werden.

Der MITTELSTANDSVERBUND ruft seine Mitglieder und deren 230.000 Anschlusshäuser auf, jetztein besonderes Auge auf die frei werdenden qualifizierten Kräfte zu werfen. Die jüngste Erhebung des Verbandes hatte nämlich gezeigt, dass jede 3. offene Stelle nichtoder nur noch mit Erschwernissen besetzt werden kann.

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