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Ressourceneffizienz im Mittelstand: Genug Rückenwind vom Staat?

Unterstützt die Politik den Mittelstand mit den richtigen Mitteln dabei, die Ressourceneffizienz zu verbessern — und an welcher Stelle sollten Fördermöglichkeiten verbessert werden? Diesen Fragen standen im Mittelpunkt des Expertengesprächs der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Ressourceneffizienz. MITTELSTANDSVERBUND-Vertreter Dr. Kolloge stellte das Projekt „Mittelstand für Energieeffizienz“ vor und plädierte für eine stärkere Einbindung und Unterstützung der Kooperationen des Mittelstandes.

09.11.2012

Berlin, 7. November 2012. Unterstützt die Politik den Mittelstand mit den richtigen Mitteln dabei, die Ressourceneffizienz zu verbessern — und an welcher Stelle sollten Fördermöglichkeiten verbessert werden? Diesen Fragen standen im Mittelpunkt des Expertengesprächs der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Ressourceneffizienz am 7. November in Berlin. MITTELSTANDSVERBUND-Vertreter Dr. Kolloge stellte das Projekt „Mittelstand für Energieeffizienz“ vor und plädierte für eine stärkere Einbindung und Unterstützung der Kooperationen des Mittelstandes.

Dr. Helge Wendeburg, Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium stellte in seinem Eingangsstatement klar heraus: Es ist ausdrückliches Ziel der Bundesregierung, den Mittelstand in seinen Bemühungen zur Steigerung der Ressourcen- und Energieeffizienz zu unterstützen. Schließlich komme den kleinen und mittleren Unternehmen hier eine Schlüsselrolle zu: „Die Träger eines nachhaltigen Wachstums sind die Mittelständler“, so Dr. Wendeburg.

Wenn es darum geht, die Unternehmen zu fördern, seien jedoch passgenau Instrumente gefragt, betonte Sven Kaerkes, Bundesvorsitzender des Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger in der SPD: „Wir brauchen individuelle Strategien, um individuelle Unternehmen zu erreichen!“. Insbesondere seien „Kümmerer“ notwendig, die das Thema vor Ort bei den Unternehmen voranbringen.

Als Beispiel für ein solches Engagement stellte Dr. Konstantin Kolloge, Leiter Kommunikation und Volkswirtschaft im MITTELSTANDSVERBUND, das Informations- und Beratungsprojekt „Mittelstand für Energieeffizienz“ vor. Ziel des Projektes ist es, den Energieverbrauch der 230.000 Unternehmen im MITTELSTANDSVERBUND um 30 Prozent zu senken — und damit den CO2-Ausstoß um mindestens 5,7 Millionen kg zu reduzieren. „Das Erfolgsgeheimnis ist der große Einsatz der Mittelstandskooperationen, die gemeinsam mit dem MITTELSTANDSVERBUND die Handels- und Handwerksunternehmen tatkräftig begleiten.“ So nehmen — rund drei Monate nach Start der Beratungen - aktuell bereits über 300 Mittelständler aus 27 Kooperationen teil.

Anstelle der Entwicklung neuer Förderprogramme gelte es, die bestehenden Möglichkeiten den Unternehmen besser zu vermitteln und sie hierüber zu informieren. Die enge Zusammenarbeit mit bestehenden Netzwerken und Kooperationen sei hierfür der beste Weg, der weiter ausgebaut und von Seiten der Politik unterstützt werden soll, so Dr. Kolloge.

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