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Rekordjahr für Mittelstandskooperationen

Die deutschen Verbundgruppen wachsen kräftig, stellen ein und investieren - viele haben 2010 als das beste Geschäftsjahr ihrer Geschichte abgeschlossen. Auch für 2011 herrscht Optimismus, mehr interne Qualifizierung soll den Mangel an Fachkräften mindern - so die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage von DER MITTELSTANDSVERBUND und DER HANDEL.

01.02.2011

Berlin, 28. Januar 2011. Die Stimmung in den deutschen Kooperationen ist ausgelassen wie selten: 86 Prozent der Verbundgruppen haben das Gesamtjahr 2010 mit einem Umsatzplus abgeschlossen, 81 Prozent konnten trotz des harten Winters auch im Schlussquartal steigende Umsätze erreichen. Damit zeigt die gemeinsame Konjunkturumfrage von DER MITTELSTANDSVERBUND und DER HANDEL das bislang positivste Ergebnis seit Erhebung der Statistik.

Kooperierender Mittelstand als Jobmotor
Auch die Beschäftigten in den mittelständischen Unternehmen profitierten von der Entwicklung. Im vierten Quartal 2010 hat rund jede dritte Kooperationszentrale zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Auch 29 Prozent der Anschlusshäuser verzeichnen ein Beschäftigungsplus. „Der kooperierende Mittelstand ist der deutsche Jobmotor“, kommentiert MITTELSTANDSVERBUND-Hauptgeschäfts-führer Dr. Ludwig Veltmann die Ergebnisse, „Die Zusammenarbeit in den Verbundgruppen gibt den selbstständigen Unternehmern die wirtschaftliche Stärke und die Stabilität, um nachhaltig Arbeitsplätze zu schützen und zu schaffen — in der Krise wie im Aufschwung!“

Optimismus für 2011
Dementsprechend optimistisch äußerten sich die Kooperationsmanager auch für das kommende Jahr. 73 Prozent erwarten für 2011 steigende Kooperationsumsätze, keiner der Befragten rechnet mit einem Umsatzrückgang. Die positiven Geschäftsaussichten schlagen sich auch in den Investitionsplänen der Kooperationen nieder: 40 Prozent planen für 2011 eine Ausweitung ihres Investitionsvolumens.

Lösungsansätze für den Fachkräftemangel
Gleichzeitig planen die Unternehmen, ihre Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen weiter zu intensivieren. Auf die Frage hin, welche Lösungsansätze vordringlich zur Überwindung des zunehmenden Fachkräftemangels seien, betonen 92 Prozent der Befragten die zentrale Bedeutung eigener Personalentwicklungsstrategien. Ebenfalls sei hier jedoch auch der Staat gefordert. 62 Prozent fordern eine Verbesserung der Qualität der staatlichen Bildungsangebote, 59 Prozent wünschen sich eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Andere Lösungsansätze spielen für die Kooperationen eine eher untergeordnete Rolle. 21 Prozent der Befragten drängen auf eine bessere Anerkennung ausländischer Abschlüsse, 14 Prozent halten eine Senkung der Zuzugsbarrieren für ausländische Fachkräfte für wesentlich.

Insgesamt haben sich an der Konjunkturumfrage 63 Kooperationszentralen aus insgesamt 16 Branchen beteiligt. Die Erhebung wird regelmäßig von DER MITTELSTANDSVERBUND und DER HANDEL durchgeführt und bietet ein repräsentatives Bild der Geschäftslage in den Verbundgruppen des MITTELSTANDSVERBUNDES. Zu diesen zählen rund 320 Einkaufs-, Marketing- und Dienstleistungskooperationen wie etwa Intersport, Edeka, Rewe, Euronics und Vedes.

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