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Read Local: Anzeigenblätter starten bundesweite Aktion

"Achtung: So sehen unsere Innenstädte bald aus…" – diese Überschrift ziert eine komplett weiße Titelseite. Im Rahmen einer bundesweiten Aktion machen die Anzeigenblätter seit dem 12. März auf die Situation des lokalen Einzelhandels aufmerksam.

26.03.2014

Berlin, 19.03.2014 — "In Zeiten, in denen sich Online-Riesen über das Internet in den Wohnzimmern immer breiter machen, lernen Menschen plötzlich all das wieder schätzen, was ihnen so nah vor der Haustüre geboten wird: Einkaufserlebnis mit allen Sinnen und persönliche Beratung durch qualifiziertes Personal im Fachhandel. Das sind die Pfunde, mit denen der stationäre Handel wuchern kann und wir wollen unsere Einzelhändler in der Region dabei unterstützen. Unser Motto: Wer weiter denkt, kauft näher ein", schreibt das Bonner Anzeigenblatt "Schaufenster".

Im Rahmen der bundesweiten Aktion "Das geht uns alle an" haben die Mitgliedsverlage des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) in der Woche ab dem 12. März die Situation der Einzelhändler und die Besonderheiten des Einkaufens vor Ort behandelt. Die Gesamtauflagevon rund zehn Mio. zeigt, wie aktuell dieses Thema derzeit in den deutschen Regionen ist. "Der lokale Einzelhandel ist eng verwoben mit der Lebensqualität in unseren Städten", sagt BVDA-Geschäftsführer Dr. Jörg Eggers. "Die Anzeigenblätter wollen als lokale Medien mit dieser Aktion zeigen, wie sich die Entwicklung ganz konkret vor Ort bemerkbar macht."

Ein weiteres Beispiel aus dem Herzogenauracher Blatt "Super Mittwoch": "Wie könnte Ihre Stadt aussehen, wenn der Einzelhandel vor Ort einfach nicht mehr existiert? Diese Frage ist nicht fiktiv, sie ist in Zeiten des zunehmenden Internethandels sogar mehr als nur berechtigt. Der Internethandel macht den heimischen Gewerbetreibenden das Leben immer schwerer. Schon jetzt prägen Leerstände das Erscheinungsbild zahlreicher ländlicher Ortschaften, aber ebenso größerer Städte."

MITTELSTANDSVERBUND-Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Veltmann begrüßt die Aktion der Anzeigenblätter. Das Präsidium hat als oberstes Lenkungsgremium des Spitzenverbandes ebenfalls am 12. März beschlossen, ein Konzept zur Stärkung des stationären Einzelhandels zu entwickeln. "Dass der Mittelstand den Kampf im Internet gegen Giganten wie Amazon und Google nicht gewinnen kann, ist mittlerweile allen klar", erklärt Veltmann. "Der stationäre Handel muss deswegen auf seine Vorzüge für den Kunden und seine Bedeutung für die Regionen aufmerksam machen." Schließlich seien es nicht die Online-Giganten, die vor Ort ausbilden und das lokale Fußballturnier des Vereins sponsern.

Ein Konzept zur Stärkung der lokalen Händler sei die eine Seite der Medaille, erklärt Veltmann. "Auf der anderen Seite müssen die Verbraucher darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie mit ihrer Kaufentscheidung Offline-Online eine Verantwortung für die eigene Region tragen." Die Aktion der Anzeigenblätter habe mit ihrer lokalen Durchdringung dazu einen wichtigen Beitrag geleistet.


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