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progros-Umfrage: Grün ist die Farbe der Zukunft

Das Ergebnis einer Umfrage der progros Einkaufsgesellschaft unter 120 Hotels macht deutlich: Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt im strategischen Einkauf der Hotellerie immer mehr an Bedeutung. Über 70 Prozent der kooperierenden Hotels setzen Ökologiemaßnahmen in ihren Häusern um.

10.03.2011

Eschborn, 8. März 2011. Die progros Einkaufsgesellschaft ist dem Einfluss von Nachhaltigkeit in der deutschen Spitzenhotellerie in einer Umfrage auf den Grund gegangen. Die Umfrage macht deutlich: Über 70 Prozent der Hotels haben bereits Maßnahmen zur Nachhaltigkeit in ihren Häusern umgesetzt und 55 Prozent der befragten Hotels achten bei der Lieferantenauswahl auf Nachhaltigkeit.

Hotellerie: „Green“ ist auf dem Vormarsch
Gefragt nach der Einschätzung der Hotels bezüglich der Relevanz von Nachhaltigkeit als buchungsentscheidendes Kriterium ihrer Gäste, antworteten 28 Prozent aller Hotels, dass der Faktor Nachhaltigkeit bei ihren Gästen inzwischen ein buchungsentscheidendes Kriterium geworden ist. 54 Prozent der Hotels gehen davon aus, dass das Thema keine Relevanz bei ihren Gästen hat und 18 Prozent können es nicht einschätzen, ob ihre Gäste bereits nach diesem Kriterium Ihre Buchungsentscheidung treffen. Allerdings hat die Mehrheit der Hotels bereits konkrete Maßnahmen rund um die Nachhaltigkeit in ihren Häusern umgesetzt: 73 Prozent aller Hotels haben damit begonnen, Schritte Richtung „Green Hospitality“ zu gehen. Nur für 27 Prozent der Hotels ist dies noch kein Thema. Auch bei der Lieferantenauswahl steht Nachhaltigkeit hoch im Kurs: Knapp 55 Prozent der Befragten achten bei der Lieferantenauswahl auf das Thema Nachhaltigkeit. Für 45 Prozent ist dies noch kein entscheidendes Kriterium.

Noch eindeutiger präsentiert sich das Ergebnis auf die Frage, in welchen Bereichen Nachhaltigkeit im Betrieb am wichtigsten ist. 85 Prozent der Hoteliers sehen das Thema ganzheitlich und halten Nachhaltigkeit im gesamten Betrieb für wichtig. Jeweils fünf Prozent der Befragten sehen eine Relevanz nur in den Bereichen Hotel und Gastronomie, jeweils zwei Prozent der Hotels halten die Bereiche Bankett und Wellnessbereich für die wichtigsten in Sachen Nachhaltigkeit. Bei der persönlichen Einstellung zur Nachhaltigkeit gestalten sich die Antworten der Hotels deutlich konträrer: Nur für knapp 50 Prozent der Umfrageteilnehmer hat Nachhaltigkeit persönlich eine große Relevanz. Eine kleine persönliche Rolle spielt es für 45 Prozent der Hoteliers und überhaupt keine Rolle nimmt das Thema „Green“ bei drei Prozent der Hotelbetreiber ein.

Green Hospitality — Ein Thema mit Zukunft
Die Anfang Februar veröffentlichte repräsentative progros-Trendstudie „Einkauf in der Hotellerie 2010/2011“ stellt ebenfalls „Green Procurement“ als ein Thema von strategischer Bedeutung heraus. Für die Hotellerie bedeutet das eine grundsätzliche Veränderung im Einkaufsverhalten. Die Marktanforderungen hinsichtlich Nachhaltigkeit werden wachsen. „Die Studie zeigt, dass nachhaltiger Einkauf heute nicht nur ein Trend ist, sondern zu einer strategischen Notwendigkeit im professionellen Supply Management wird“, erklärt Oehler. Er bestätigt: „Nachhaltigkeit und Green Hospitality konnten in den vergangenen Jahren ihren Einfluss ausbauen. Die progros Nachhaltigkeitsumfrage und auch die progros Trend-Studie zeigen deutlich, dass in der Hotellerie eine nachhaltige Sicht auf den Einkauf mehr und mehr Einfluss auf die bisher fast reine Preis- oder Kostenorientierung im Einkauf nimmt.

Nachhaltigkeitsaspekte bei Lieferanten bewerten
Zwar achtet die Mehrzahl der befragten Hotels bei ihren Nachhaltigkeitsmaßnahmen und auch bei der Lieferantenauswahl auf ökologische Aspekte, jedoch weist dieses Ergebnis auch auf ein hohes Optimierungspotenzial hin, das eine langfristige Strategieplanung erfordert.“ Um das Nachhaltigkeitsthema strategisch voranzutreiben, besteht Bedarf an Strukturen und Instrumenten, in denen ökologische und soziale Werte durch Kennzahlen abgebildet werden, um eine tiefer gehende Analyse zu ermöglichen. Qualitative Untersuchungsverfahren wie Supplier Audits als Teil des proaktiven Lieferantenmanagements können dazu hilfreich sein.

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