Programm der Superlative: Erneut über 400 Teilnehmer beim 5. Deutschen Kongress für Großhandel und Kooperationen
Ausführliche Nachschau zum 5. Deutschen Kooperationskongress vom 20. und 21. Oktober 2010: "Ohne Kooperationen und Netzwerke geht es in der deutschen Wirtschaft nicht mehr!"
10.11.2010
Berlin, 20./21. Oktober 2010 – Die Worte des Mitglieds des Vorstandes der RWE AG, Dr. Ralf Martin Schmitz stießen in Berlin auf ein großes Auditorium: Über 400 Teilnehmer sorgten im Berliner Grand Hotel Esplanade — in dem der Kongress in diesem Jahr erstmalig stattfand - für ein volles Haus. Im eleganten Ambiente des Fünf-Sterne-Hotels war das energiepolitische Statement zum Wirtschaftsstandort Deutschland für die TOP-Manager aus Verbundgruppen und Großhandelsunternehmen nur eines der Highlights mit denen der Kongress in diesem Jahr aufwarten konnte. Die besondere Würdigung der Rolle von Kooperationen und Netzwerken durch einen der führenden Energieversorger in Europa kam für die Verbundgruppenmanagervon ungewohnter Seite, zeigte aber, dass auch große Unternehmen die Synergien von Kooperation und Netzwerk zu schätzen wissen.
In gewohnt charmanter Weise führte n-tv Moderatorin Corinna Wohlfeil durch das Programm und bereitete den Weg für das Statement von ZGV-Präsident Wilfried Hollmann, der die Teilnehmer als Veranstalter begrüßte. Hollmann betonte, dass die Globalisierung den Verbundgruppen zahlreiche Chancen aber auch erhebliche Risiken böte, die es zu meistern gelte. Dies sei nur möglich wenn sich die Unternehmen auf ihre Stärken vor Ort besinnen würden und leitete damit für die Telinehmer elegant das Motto der diesjährigen Veranstaltung ab: „Global denken – lokal handeln“
Wilfried Hollmann
Ein besonderer Leckerbissen war die Rede von Dr. Reinhard Schütte, Finanzvorstand der EDEKA ZENTRALE AG Co. KG:Schütte gab den Teilnehmern tiefe Einblicke in die Struktur und Funktionsweise der Verbundgruppe, die sich als Unternehmerunternehmen aus 4.500 selbständigen Kaufleuten zusammensetzt. Er betonte, dass die Unabhängigkeit der kooperierenden EDEKA-Händler Kreativität, lokale Verwurzelung und eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit ermöglicht, die komplexen Entscheidungsstrukturen in der EDEKA-Gruppe aber bezüglich der Anforderungen von Corporate Governance auch eine große Herausforderung darstellen würden. Für Schütte ist die „einzigartige Kraftquelle eines freien Unternehmertums“ einer der zentralen Erfolgsfaktoren der EDEKA, der in über mehr als 100 Jahren die EDEKA zum führenden deutschen Lebensmittel-Vollsortimenter hat werden lassen.
Dr. Reinhard Schütte
Kein unternehmerischer Erfolg ohne entsprechenden, wettbewerbsfördernden Ordnungsrahmen. Eine besondere Rolle hat dabei die Förderung von Bildung, Forschung und Innovationen am Standort D. Hartmut Koschyk, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen mahnte sybillisch, dass nach der Krise vor der Krise sei und dass Politik und Wirtschaft ihre Hausaufgaben machen müssten. Der CSU-Politiker betonte dabei, dass insbesondere der vom BMF eingeschlagene Kurs der Haushaltskonsolidierung und nicht auf dem Altar der Begehrlichkeiten, die mit einer Erhöhung der Wachstumsprognose entstanden sei, geopfert werden dürfe.
Dr. Hartmut Koschyk
Dass das Beherrschen der Supply Chain in der Globalisierung für Handelsunternehmen nur möglich ist, wenn man kompetente Partner bei der Qualitätsstandarddefinition und-einhaltung hat, belegte in einem vielbeachteten Vortrag Dr. Ralf Wilde, Bereichsvorstand des TÜV Rheinland. Der TÜV hat sich dabei längst von einem Überwachungsverein für technische Anlagen gelöst und ist zu einem weltweit agierender Dienstleistungskonzern im Bereich Qualitätsmanagements avanciert. Kaum ein Produkt Made in China das nicht durch die Qualitätskontrolle der QM-Überwachungsorganisation gewandert ist.
Dr. Ralf Wilde
Eine besondere Herausforderung nicht nur für Großunternehmen und international agierende Handelsunternehmen thematisierte schließlich der Abschlussredner des Kongresses, Wolfgang J. Schaupensteiner, Oberstaatsanwalt und Unternehmensberater: Die Untiefen des Themas Compliance hatten die Organisatoren des Kongresses einen prominenten Referenten gekostet. Grund genug sich mit den Anforderungen an die Mitarbeiter in Handelsunternehmen sich regelkonform zu Verhalten, auseinanderzusetzen. Mittels eines bewegenden Vortrages mit zahlreichen Beispiele wurde den Teilnehmern mehr als deutlich gemacht, dass Maßnahmen zur Sicherstellung von regel- und gesetzeskonformem Verhalten nicht nur ein Thema für Großunternehmen sind, sondern auch in mittelständischen Unternehmen zwingend erforderlich sind.
Wolfgang J. Schaupensteiner
Ein besonderes Sahnehäubchen waren für die Teilnehmer erneut die Fachforen und Workshops, die vielfältig Gelegenheit boten, zu den Themen Logistik/IT, Beschaffung, Marketing und Finanzen an Hand konkreter Problemlösungen Best Practice-Beispiele aus erster Hand präsentiert zu bekommen.
Ein besonderes Highligt war diesmal die Vorabendveranstaltung des Kongresses. Auf Einladung der Deutschen Telekom AG, eines langjährigen ZGV-Partners, fand der Event in der Hauptstadtrepräsentanz des Telekommunikationsgiganten in Berlin statt. Jan Niek van Damme, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Telekom AG und Geschäftsführer der Telekom Deutschland begrüßte die Teilnehmer persönlich und erläuterte am Beispiel der gelungenen Architektur von Alt und Moderne in der Hauptstadtrepräsentanz den Weg der Telekom in die vernetzte Zukunft der Arbeit.
Das prachtvolle Surrounding der Hauptstadtrepräsentanz der deutschen Telekom bot dann auch den passenden Rahmen für ein musikalisches Spektakel der besonderen Art: Professor Gernot Schulz, ehemaliger Assistent von Leonard Bernstein und Kommunikationsexperte Prof . Manfred Harnischfeger erläuterten auf fulminante Weise gemeinsam mit 47 Sinfonikern was Unternehmen und Orchester in Sachen Führung gemeinsam haben. Verstärkt durch die Teilnehmer des ServiCon-Dienstleistungstages lauschten mehr als 550 Teilnehmer gebannt den Ausführungen von Dirigent und Manager die auf beeindruckende Weise vermittelten, dass auch ein Orchester eine kluge Führung braucht und wie ein Unternehmen gesteuert werden muß. Davon konnten sich auch ausgewählte Teilnehmer aus dem Auditorium überzeugen und gemeinsam mit dem Spitzendirigenten den Taktstock schwingen — wie im echten Unternehmerleben mit recht unterschiedlichem Erfolg.
Der Deutsche Kongress für Großhandel und Kooperationen hat auch in diesem Jahr unter Beweis gestellt, dass er sich in der Veranstaltungslandschaft einen festen Platz erobert hat und als branchenübergreifende Informations- und Meinungsaustauschplattform für die Wirtschaftsstufe Kooperationen und Großhandelsunternehmen eine echte Alleinstellung besitzt.
Weitere Informationen zu dem Spitzenevent gibt Ihnen im ZGV gerne Geschäftsführer Peter Schäfer, Tel. 0221 / 355371-35, eMail: p.schaefer@zgv-online.de