Pensionssicherungsverein: Beitragssatz 2009 festgesetzt
Vorstand und Aufsichtsrat des Pensions-Sicherungs-Vereins (PSV) haben am 5. November 2009 den Beitragssatz für das Jahr 2009 auf 14,2 Promille der Beitragsbemessungsgrundlage festgesetzt.
05.11.2009
Vorstand und Aufsichtsrat des Pensions-Sicherungs-Vereins (PSV) haben am 5. November 2009 den Beitragssatz für das Jahr 2009 auf 14,2 Promille der Beitragsbemessungsgrundlage festgesetzt.
- Davon sind
8,2 Promillepunkte der Beitragsbemessungsgrundlage am 31. Dezember 2009
- und jeweils 1,5 Promillepunkte der Beitragsbemessungsgrundlage am 31. Dezember der Jahre 2010 bis 2013 fällig.
Dieser außerordentlich hohe Beitragssatz ist aufgrund des bisher höchsten Schadenvolumens seit Gründung des PSV erforderlich
Um die Liquidität der PSV-Mitglieder nicht mehr als nötig zu belasten, macht der PSV zum ersten Mal von der Möglichkeit der Aufwandsverteilung auf dieses und die nächsten vier Jahre Gebrauch. Dadurch muss der diesjährige Aufwand des PSV von insgesamt 4,047 Mrd. € in diesem Jahr nicht vollständig finanziert werden, sondern wird auf dieses und die nächsten vier Jahre bis 2013 verteilt werden. Bis zum Jahresende müssen 2,337 Mrd. € des Schadenvolumens finanziert werden. Der darüber hinausgehende Teil von 1,710 Mrd. € ist in vier gleichen Teilbeträgen von je 427 Mio. € am Ende der Jahre 2010 bis 2013 fällig. Eine noch weitergehende Verteilung des Aufwandes ist nicht möglich, da der PSV dann nicht in der Lage wäre, die in diesem Jahr übernommenen Betriebsrentenverpflichtungen auszufinanzieren.
Eine Übersicht über die Entwicklung der Beitragssätze des PSV finden Sie hier.
Die Mitteilung über die Festlegung des Beitragssatzes für 2009 erfolgt mit dem Jahres-Beitragsbescheid, der demnächst an die PSV-Mitgliedsunternehmen versandt wird. Die Entscheidung über die eventuelle Erhebung eines Vorschusses wird im ersten Halbjahr 2010 getroffen. Die aktuellePressemitteilung des PSV finden Sie zu Ihrer Information hier.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat in den ersten drei Quartalen dieses Jahres die Zahl der Insolvenzverfahren deutlich von 380 auf 675 zugenommen. Die Zahl der betroffenen Versorgungsberechtigten hat im Vergleich zum Vorjahreswert um ein Vielfaches von 21.365 auf 163.797 zugenommen. Infolgedessen hat sich auch der Leistungsaufwand im gleichen Zeitraum von 397 Mio. € auf über 4,2 Mrd. € um ein Vielfaches erhöht.