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Pensions-Sicherungs-Verein: Schadensvolumen 2010 deutlich niedriger als im Vorjahr

Der Pensions-Sicherungs-Verein, gesetzlich bestimmter Träger der Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersvorsorge, hat seinen jährlichen Geschäftsbericht vorgelegt. Infolge von weniger Insolvenzen und weniger zu sichernden Renten und Anwartschaften ist das Schadensvolumen 2010 deutlich gesunken.

08.07.2011

Der Pensions-Sicherungs-Verein aG (PSVaG), gesetzlich bestimmter Träger der Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersvorsorge in Deutschland und im Großherzogtum Luxemburg, hat den Geschäftsbericht für sein 36. Geschäftsjahr vorgelegt. Ende 2010 waren beim Pensions-Sicherungs-Verein 83.322 (Vorjahr 76.029) Arbeitgeber mit insolvenzsicherungspflichtiger betrieblicher Altersversorgung als Mitglieder gemeldet. Insgesamt stehen wie im Vorjahr 10,0 Mio. Versorgungsberechtigte, davon 3,9 Mio. Rentner sowie 6,1 Mio. Arbeitnehmer mit unverfallbaren Anwartschaften unter Insolvenzschutz. Hieraus ergibt sich die große sozialpolitische Bedeutung der Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersvorsorge.

Die Zahl der den PSVaG treffenden Insolvenzen ist im Jahr 2010 auf 576 gesunken (Vorjahr 925). Auch ist die Anzahl der zu sichernden Renten und Anwartschaften mit zusammen rund 20.353 (Vorjahr 170.492) deutlich niedriger. Das Schadenvolumen summierte sich auf 648,7 Mio. EUR (Vorjahr 4.356,3 Mio. EUR).

Das Beitragsvolumen betrug 2010 549,2 Mio. EUR (Vorjahr 4.068,3 Mio. EUR). Es ergab sich aufgrund einer Beitragsbemessungsgrundlage von 289 Mrd. EUR (Vorjahr 285 Mrd. EUR) und einem Beitragssatz von 1,9 Promille. Dieser lag damit deutlich unter dem des Vorjahres von 14,2 Promille. Der durchschnittliche Beitragssatz für die bisherigen 36 Geschäftsjahre errechnet sich mit 3,2 Promille; über die letzten 5 Jahre beträgt er 4,9 Promille, über die letzten 10 Jahre 4,5 Promille.

Aufgrund der im Jahr 2006 begonnenen Nachfinanzierung der bis zum 31.12.2005 aufgelaufenen „Altlast“ von rund 2,2 Mrd. EUR aus gesicherten Anwartschaften, flossen dem PSVaG zusätzliche Mittel in Höhe 141,4 Mio. EUR zu. Allen gesicherten Anwartschaften stehen inzwischen Deckungsmittel in Höhe von 1.715,2 Mio. EUR gegenüber. Das heißt, diese Anwartschaften, deren Barwert zum 31.12.2009 3,3 Mrd. EUR beträgt, sind nunmehr zu 51% kapitalmäßig bedeckt. Die Nachfinanzierung läuft noch über weitere 11 Jahre, in denen pro Jahr rund 86 Mio. EUR von den Mitgliedsunternehmen zu zahlen sind. Sie wird somit im Jahr 2021 vollständig abgeschlossen sein.

Die Bilanzsumme zum 31.12.2010 betrug 3,8 Mrd. EUR. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist Erträge aus Kapitalanlagen von netto 101,6 Mio. EUR aus, sowie 69,0 Mio. EUR Überschussbeteiligung vom Konsortium der deutschen Lebensversicherungswirtschaft, mit dem der PSVaG bei der Abwicklung der übernommenen Renten zusammenarbeitet. Dem Ausgleichsfond wurden 118,5 Mio. EUR zugeführt. Dieser enthält nun insgesamt 992,5 Mio. EUR.

Die Beruhigung der Schadensentwicklung, die in den letzten Monaten den Jahres 2010 festzustellen war, hat sich Anfang 2010 nicht fortgesetzt. Eine weitere Verbesserung der Schadensituation ist daher nicht zu erwarten. Dennoch könnte der Beitragssatz für das Jahr 2011, der jeweils Anfang November, abhängig vom zu finanzierenden Schadenvolumen, festgesetzt wird, auf 2,6 Promille festgesetzt werden. Dies verkündete auf der Mitgliederversammlung des PSVaG am 04.07.2011 der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Prof. Dr. Hundt. DER MITTELSTANDSVERBUND nahm hier wiederum die Stimmrechte zahlender Verbundgruppen wahr.

Nach Vorlage des von Vorstand und Aufsichtsrat festgestellten Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2010, des Lageberichtes sowie des Berichtes des Aufsichtsrates, sowie einer eingehenden Diskussion sowie der Beantwortung von zahlreichen Fragen aus dem Mitgliederkreis wurden Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt und Neuwahlen zum Aufsichtsrat durchgeführt.

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