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Ökodesign : EU-Kommission sorgt für geringeren Stromverbrauch im Bereitschaftsmodus

Die EU-Kommission hat eine Ökodesign-Verordnung verabschiedet, durch die der Energieverbrauch sämtlicher Haushalts- und Bürogeräte im "Standby" deutlich verringert werden soll.

09.01.2009

Am 7. Juli billigten die Vertreter der EU-Mitgliedstaaten, die den Ökodesign-Regelungsausschuss bilden, den Kommissionsvorschlag für eine Verordnung zur Senkung des Energieverbrauchs von Haushalts- und Bürogeräten im Standby-Betrieb. Der Vorschlag wurde daraufhin dem Europäischen Parlament zur Stellungnahme übermittelt, und am 17. Dezember hat die Kommission mit der offiziellen Verabschiedung den letzten Schritt des sogenannten Ausschussverfahrens vollzogen.

Fast alle Haushalts- und Bürogeräte — Fernseher, Computer usw. — verfügen über einen Bereitschaftsmodus, der ein bequemes Ein- und Ausschalten, z. B. per Fernbedienung, ermöglicht. Der Stromverbrauch von Geräten im Bereitschaftsbetrieb summiert sich in der EU auf jährlich ca. 50 TWh und wird durch die Verordnung bis 2020 um ca. 73 % gesenkt werden. Die so erzielten Einsparungen sind in der Größenordnung dem jährlichen Energieverbrauch Dänemarks vergleichbar und bedeuten, dass der Ausstoß von 14 Mio. t CO2 vermieden wird. Die Verordnung tritt 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union im ersten Quartal 2009 in Kraft. Ab 2010 muss der Stromverbrauch neuer Geräte im Bereitschaftsmodus unter 1 bzw. 2 Watt liegen. Diese Werte werden 2013 auf 0,5 bzw. 1 Watt abgesenkt, was nahezu dem mit der besten verfügbaren Technik erreichbaren Niveau entspricht.

Die Kommission beabsichtigt die baldige Annahme von vier weiteren Ökodesign-Verordnungen, die vor Kurzem von den Mitgliedstaaten gebilligt wurden und nun dem Europäischen Parlament und dem Rat zur Prüfung vorliegen, darunter die Verordnung zur schrittweisen Abschaffung von Glühbirnen. Diese erste Reihe von Ökodesign-Maßnahmen wird bis 2020 zu Stromeinsparungen von ca. 125 TWh führen, was ungefähr dem jährlichen Stromverbrauch Schwedens entspricht.

Aus Sicht des ZGV sind diese konkreten Maßnahmen zum Klimaschutz ausdrücklich zu begrüßen und zu unterstützen.
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