MENÜ MENÜ

Mitteldeutscher Genossenschaftsverband will mit Genossenschaftsverband e.V. fusionieren

Der Verbandsrat des Mitteldeutschen Genossenschaftsverbandes e.V. hat den Vorstand beauftragt, mit dem Genossenschaftsverband e.V. Verhandlungen über eine engere Zusammenarbeit aufzunehmen, die zu einer Fusion im nächsten Jahr führen sollen.

20.07.2012

Chemnitz, 16. Juli 2012. Der Verbandsrat des Mitteldeutschen Genossenschaftsverbandes e.V. hat den Vorstand beauftragt, mit dem Genossenschaftsverband e.V. Verhandlungen über eine engere Zusammenarbeit aufzunehmen, die zu einer Fusion im nächsten Jahr führen sollen. Das meldete der MGV.

Dem Beschluss, Gespräche zur Kooperation und Fusion mit dem Genossenschaftsverband e.V. aufzunehmen, war am Mittwoch, dem 11. Juli, eine intensive Aussprache mit den Fachausschüssen Agrargenossenschaften, Raiffeisen Waren- und ländliche Dienstleistungsgenossenschaften sowie Gewerbliche Genossenschaften vorausgegangen. Der Vorstand des MGV hatte die ehrenamtlichen Gremien eingangs über die anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage informiert, die durch weitere Kündigungen der Verbandsmitgliedschaft von Genossenschaften noch verschärft wird. Schließlich wurde der einstimmige Beschluss gefasst, in Verhandlungen mit dem Genossenschaftsverband e.V. einzutreten.

Mit den Frankfurter Genossenschaftern bestehe Einvernehmen über die Zielstellung, die Zusammenarbeit zu intensivieren und über eine enge Kooperation zu einer Fusion im kommenden Jahr zu gelangen. In einem ersten Schritt sollten die Bündelung der Interessen der einzelnen Genossenschaftsgruppen sowiedie Erweiterung des Dienstleistungsangebotes für unsere Mitgliedsgenossenschaften im Vordergrund stehen.

Der Vorstand des MGV kenne die Bedenken einiger Mitgliedsgenossenschaften, die Interessen der MGV-Genossenschaften könnten bei einem Zusammengehen mit dem Genossenschaftsverband nicht ausreichend berücksichtigt werden.In der Diskussion mit den Verbandsräten sagte der Vorstand, dass diese sehr ernst genommen würden. Ein schlüssiges Konzept könne die Bedenken zerstreuen.

Vorstandssprecher Dr. Thalheim wies darauf hin, dass mit dem Beschluss des Verbandsrates kein Automatismus in Gang gesetzt werde. Die Genossenschaften werden über alle Schritte informiert. „Wir werden das Konzept nicht allein den Gremien vorstellen, sondern vor Ort in den Regionen mit den Genossenschaften diskutieren. Nur durch große Offenheit und eine intensive Diskussion haben wir die Chance, die Mitgliedsgenossenschaften von der Richtigkeit der Entscheidungen zu überzeugen“, schätzt Gerald Thalheim die Situation ein. Er warb er um Vertrauen und bat darum, der Zusammenarbeit mit dem Genossenschaftsverband e.V. eine Chance einzuräumen.

Der Mitteldeutsche Genossenschaftsverband hat (einschließlich Gastmitgliedern wie sächsische Volksbanken und Raiffeisenbanken, Tochterunternehmen sowie Unternehmen des genossenschaftlichen FinanzVerbundes) 604 Mitgliedsunternehmen. Zu diesen gehören 252 Agrargenossenschaften, 186 Gewerbliche Genossenschaften, 37 Raiffeisen Handelsgenossenschaften und 14 Konsumgenossenschaften — sie erwirtschaften ein addiertes Umsatzvolumen von 1,9 Mrd. Euro.

Zu den 1.888 Mitgliedsunternehmen im Genossenschaftsverband e.V. gehören 336 Kreditgenossenschaften mit einer Bilanzsumme von 182,1 Mrd. Euro, 435 Agrargenossenschaften mit einem Umsatz von 1,3 Mrd. Euro, 448 Landwirtschaftliche Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften mit 9,3 Mrd. Euro Umsatz — davon 52 Molkereigenossenschaften mit 5 Mrd. Euro — sowie 669 Gewerbliche Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften mit 12,7 Mrd. Euro Umsatz.

Zurück zur Übersicht