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Minister Brüderle: Alle Nachwuchspotenziale für den Mittelstand ausschöpfen!

Anlässlich der Eröffnung der Gründerwoche Deutschland fordert Wirtschaftsminister Brüderle eine Stärkung von Unternehmergeist und Eigeninitiative in der schulischen Bildung, um den Folgen des demographischen Wandels wirksam zu begegnen. Auch in den Kooperationen und Verbundgruppen mangelt es unterdessen zusehends an Unternehmernachwuchs und Fachkräften.

19.11.2010

Berlin, 12. November 2010. Anlässlich der Eröffnung der Gründerwoche Deutschland fordert Wirtschaftsminister Brüderle eine Stärkung von Unternehmergeist und Eigeninitiative in der schulischen Bildung, um den Folgen des demographischen Wandels wirksam zu begegnen. Auch in den Kooperationen und Verbundgruppen mangelt es unterdessen zusehends an Unternehmernachwuchs und Fachkräften.

110.000 Unternehmen suchen im nächsten Jahr einen neuen Chef- gleichzeitig rücken in den kommenden zehn Jahren für jeweils 175 Personen, die aus dem Berufsleben ausscheiden, nur 100 Berufseinsteiger nach. Vor diesem Hintergrund dieser bedrohlichen Entwicklung betonte Rainer Brüderle, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie: „Wir müssen die Jugendlichen für Selbstständigkeit begeistern!“ Bei seiner Eröffnungsrede der Gründerwoche Deutschland forderte Brüderle, zu diesem Zweck etwa das Schulfach „Wirtschaft“ zu stärken und umfassend in den Lehrplänen zu verankern. Es gelte dabei, den Schülern verstärkt ein positives Bild des selbstständigen Unternehmen zu vermitteln: „Ein Unternehmer ist jemand, der etwas unternimmt und bewegt!“. Auch Unterstützungsprojekte für Unternehmensgründer, welche im Rahmen der Gründerwoche Deutschland bundesweit vorgestellt werden, seien ein wichtiges Element.

Schließlich sei der demographische Wandel mittlerweile besonders im deutschen Mittelstand angekommen und bedrohe dort den Fortbestand vieler Betriebe, wenn etwa in den kommenden Jahren die Unternehmensinhaber aus dem Berufsleben ausscheiden. Eine aktuelle ZGV-Umfrage zeigt, dass dieses Problem gerade auch für die deutschen Verbundgruppen und ihre Mitglieder an Aktualität gewinnt: 31 Prozent der Verbundgruppen beklagen bereits heute massive Schwierigkeiten, offene Stellen durch qualifizierte Mitarbeiter zu besetzen, nur fünf Prozent der Befragten sehen hier (noch) keine Probleme. Bei der Bewältigung des demographischen Wandels komme es jedoch auch auf die Unternehmen an, so ZGV-Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Veltmann: „Die Unternehmen müssen noch stärker mit Schulen und Universitäten kooperieren!“ Partnerschaften mit Bildungseinrichtungen ermöglichten es, Lehrer und Schüler für wirtschaftliche Selbstständigkeit zu sensibilisieren, das Wirtschaftsverständnis zu fördern sowie unternehmerische Schlüsselqualifikationen zu vermitteln.

Ihr Ansprechpartner für den Bereich der beruflichen Qualifizierung: Dr. Konstantin Kolloge, k.kolloge@zgv-online.de

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