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KfW-Mittelstandsbarometer: Mittelstand setzt auf konjunkturelle Erholung

Der positive Trend beim mittelständischen Geschäftsklima hat im August deutlich an Fahrt gewonnen: Die Stimmung unter kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland steigt zum vierten Mal in Folge. Das sind die Ergebnisse des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers.

13.09.2013

Frankfurt, 04.09.2013 - Der positive Trend beim mittelständischen Geschäftsklima hat im August deutlich an Fahrt gewonnen: Die Stimmung unter kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland steigt zum vierten Mal in Folge. Mit einem Plus von 3,0 Zählern auf nun 15,0 Saldenpunkte fällt die Verbesserung überdurchschnittlich hoch aus, die vorangegangenen drei Anstiege kamen auf durchschnittlich nur 0,7 Punkte. Beide Komponenten des Geschäftsklimas tragen im August nahezu gleich stark zur Verbesserung bei: Die Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage steigen um 3,1 Zähler auf 21,5 Saldenpunkte, die Geschäftserwartungen für das kommende Halbjahr um 2,9 Zähler auf 8,2 Saldenpunkte.

Der aktuelle Klimaanstieg wird von einem breiten Branchenfundament getragen: Auffällig ist das sehr kräftige Plus im Großhandel, der an der Schnittstelle von Binnen- und Außenwirtschaft steht ( Mittelständler: +8,8 Zähler auf 18,1 Saldenpunkte; Großunternehmen: +8,7 Zähler auf 11,8 Saldenpunkte). Auch im exportstarken und für die deutsche Konjunktur wichtigen verarbeitenden Gewerbe hellt sich die Stimmung überdurchschnittlich auf. Demgegenüber trübt sich das Bauklima etwas ein, was nach dem vorübergehenden witterungsbedingten Push im Frühjahr aber unbedenklich ist.

"Das rundum gute August-Ergebnis des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers gibt unseren Konjunkturhoffnungen Rückenwind: Auch die Mittelständler setzen auf Erholung, die deutsche Wirtschaft peilt einen Expansionskurs an", sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. "Wir erwarten, dass neben dem Konsum und dem Wohnungsbau künftig auch wieder vermehrt Exporte und, infolge steigender Kapazitätsauslastungen, Unternehmensinvestitionen zum Wirtschaftswachstum beitragen werden. Dabei setzen wir vor allem auf eine weitere Stabilisierung in Europa, aber auch darauf, dass die heftigen Finanzmarktreaktionen auf die angekündigte Rückführung des Anleihekaufprogramms durch die US-Notenbank die wirtschaftliche Dynamik in den Schwellenländern nicht zum Erliegen bringt."

Für 2013 rechnet die KfW mit einem Wachstum von 0,6 Prozent. Für das kommende Jahr werden 2,0 Prozent erwartet. Risiken dürfe man aber trotz allen gut begründeten Optimismus nicht ignorieren. Besonders in Europa sei das Rückschlagpotenzial trotz erster Lichtblicke weiter hoch.


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