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Job-Motor Mittelstand: Verbundgruppen leisten einen überproportionalen Beitrag

„Beschäftigungszuwachs ausschließlich im Mittelstand“ - ZGV sieht sich durch aktuelle Untersuchung bestätig, Verbundgruppen bieten besondere Chancen.

08.01.2007

Berlin, 19.12.2006. Die häufig geäußerte These vom Mittelstand als dem Job-Motor in Deutschland hat durch eine aktuelle Untersuchung der KfW Bankengruppe eine verlässliche Unterfütterung erfahren. „Wie das KfW-Mittelstandspanel eindrucksvoll belegt, hat es zwischen 2003 und 2005 ausschließlich im Mittelstand einen Beschäftigungszuwachs gegeben, während im gleichen Zeitraum bei den Großunternehmen signifikant Stellen abgebaut wurden“, so der ZGV in einer Stellungnahme.

„Dieses Ergebnis überrascht uns nicht, entwickeln sich doch die Beschäftigungszahlen insbesondere im kooperierenden Mittelstand seit Jahren sehr positiv“, so ZGV-Hauptgeschäftsführer Dr. Ludig Veltmann. Die jüngste Konjunkturumfrage des Verbandes habe beispielsweise ergeben, dass rund 20 Prozent aller Verbundgruppen ihre Ausbildungsaktivitäten ausgeweitet haben. Mit fast 90 Prozent sei die Rate der nach der Berufsausbildung in eine Festanstellung übernommenen jungen Menschen erfreulich hoch. Daß noch dazu rund ein Viertel aller befragten Verbundgruppen ihre Absicht bekundeten, die Zahl der Arbeitsplätze auszuweiten, belege in besonderem Maße die Bedeutung des organisierten Mittelstandes für den Arbeitsmarkt.

Nachdenklich müsse allerdings in diesen Zusammenhang stimmen, dass die Großunternehmen trotz der ernüchternden Bilanz der KfW entgegen aller mittelstandsfreundlichen Lippenbekenntnisse weiterhin derart in der Gunst der Politik vorne stünden, so Veltmann. „Die sehr fundierte Untersuchung der KfW sollte vor dem Hintergrund der trotz wirtschaftlicher Entspannung weiterhin prekären Arbeitsmarktlage selbstverständlicher Anreiz sein, tatsächlich zu einer mittelstandsfreundlicheren Politik zu kommen“, forderte Hauptgeschäftsführer Veltmann. „Ein wunderbares Beispiel, wie man einen im Grunde richtigen Ansatz in ein mittelstandspolitisches Fiasko verwandelt hat, ist der vorliegende Entwurf zum sogenannten Gesetz zur Erleichterung der Unternehmensnachfolge“, unterstrich Veltmann. Die dort zu findende inzwischen vieldiskutierte Fortführungsklausel, der zufolge bei Fortführung des übernommenen Unternehmens nach 10 Jahren keine Erbschaftssteuer mehr zu zahlen sei, berge wegen ihrer unklaren Formulierung ein unkalkulierbares Risiko für jeden mittelständischen Unternehmensnachfolger, so der ZGV-Hauptgeschäftsführer. „Durchdachte Mittelstandspolitik stellen wir uns weiterhin anders vor!“, mahnte Veltmann.

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