MENÜ MENÜ

Internationales Top-Management Seminar in Japan

Gemeinsam mit seinem japanischen Schwesterverband JVCA hat der ZGV in Tokyo am 18. November ein Top-Management Seminar zu Best-Practise-Lösungen von Verbundgruppen durchgeführt. Neben der deutschen REWE Dortmund, vertreten durch ZGV-Päsidiumsmitgleid Rainer Paas, stellten amerikanische und japanische Kooperationen ihre Strategie und ausgewählte IT-Lösungen vor.

25.11.2005

Das mit fast 80 Teilnehmern sehr gut besuchte Seminar hatte zum Ziel, die Anpassungsstrategien von Verbundgruppen verschiedener Kontinente an ihre jeweiligen Märkte vorzustellen und zu vergleichen. Schwerpunkt waren dabei herausragende IT-Lösungen.

Rainer Paas, Vorstandssprecher der REWE Dortmund , der mit einem Außenumsatz von 2,7 Mrd. Euro größten Großhandelsgesellschaft der REWE Gruppe, stellte die Verbundgruppe vor und erläuterte in eindrucksvoller Weise, wie die REWE Dortmund auf den zunehmenden Discountwettbewerb und das ungebremste Flächenwachstum in ihrem Absatzgebiet reagiert hat. Die vorgestellte Profilierungsstrategie, dem Kunden einerseits eine One-Stop-Shopping Lösung als Vollsortimenter mit herausragendem Preis-/ Leistungsverhältnis anzubieten, andererseits aber auch Discountartikel anzubieten und konsequente Kostensenkung zu betreiben, stieß auf sehr viel Aufmerksamkeit und Zustimmung.

Im Anschluß erläuterte ZGV-Geschäftsführer Peter Schäfer als Best-Practise-Beispiel einer IT-Lösung die neue Struktur des Zentralregulierungsgeschäftes der REWE Zentralfinanz eG, die für die ZR das SAP Agenturgeschäft (Agency Business) als Anwendungssoftware einsetzt. Durch den Wechsel auf die Standardsoftware der SAP konnte insbesondere die Pflege der komplizierten Konditionensysteme der rund 3.900 Vertragslieferanten der REWE-Gruppe erheblich vereinfacht und beschleunigt werden. Ferner trägt das SAP-Agenturgeschäft den steigenden Anforderungen der Internationalisierungsstrategie der REWE, beispielsweise durch Mehrsprachen- und Mehrwährungsfähigkeit, Rechnung.

Das Unternehmensprofil des bei japanischen Verbundgruppen weitreichend unbekannten Weltmarktführers für Business-Software SAP stellte der Leiter der Business Unit Wholesale der SAP in Japan, Osama Taguchi, im Anschluß vor. Herr Taguchi erläuterte die Enterprise Service Architecture-Strategie der SAP und den Leistungsumfang sowie das Produktportfolio der SAP mit besonderem Schwerpunkt auf die Anforderungen des Großhandels und der Verbundgruppenzentralen. Dabei betonte er, dass SAP in zunehmendem Maße auch für den Mittelstand Lösungen, wie beispielsweise Business One, bereit stellt.

Im Anschluß präsentierten die Verbundgruppen Zennisshoku und IGA ihre Unternehmensstrategie sowie herausragende Lösungen im Bereich Enterprise Ressource-Planning (ERP). Zennisshoku, eine Lebensmitteleinzelhandelskooperation mit 2.500 Mitgliedern und Handelspartnern ist vergleichbar mit der REWE. Vorgestellt wurde die SCM-Lösung, die es für das Mitglied ermöglicht, über WLAN-Bestandsabfragen und Bestellungen bei der Verbundgruppe in Echtzeit durchzuführen. Derzeit überarbeitet Zennisshoku seine gesamte IT und stellt diese auf eine Open-Source-Hardwareplattform um.

Abschließend stellte die amerikanische Independent Grocers Alliance (IGA) die Struktur und den Leistungsumfang der Verbundgruppe sowie ihr Retail Net, eine länderübergreifende Supportlösung für den mittelständischen Lebensmittelhandel vor. In Japan kooperiert IGA mit einer der großen General Trading Companies, die in den vergangenen Jahren massiv in den Binnenhandel vorgedrungen sind.

Zurück zur Übersicht