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In Montabaur wurde „unterirdisches“ Konferenzzentrum von „überirdischer Modernität“ eingeweiht

Mit dem neuen Veranstaltungszentrum auf Schloss Montabaur steht Genossenschaften und Kooperationen fortan eine architektonisch einmalige und höchst moderne Möglichkeit für Tagungen und Kongresse zur Verfügung.

27.05.2011

Montabaur, 24. Mai 2011. Die Vollendung des Konferenzzentrums auf Schloss Montabaur verleiht der Akademie Deutscher Genossenschaften ADG einen deutlich sichtbaren Innovationsschub. In einer würdigen Eröffnungsfeier mit geladenen Gästen und herausragenden Referenten wurde — eingerahmt von erlesenen Chorklängen — facettenreich und teils nachdenklich die Rolle der Genossenschaften für die Gesellschaft und die besondere Bedeutung der Qualifizierung beleuchtet.

Besondere Beachtung fand die Rede von Prof. Dr. Julian Nieda-Rümelin, Kulturstaatsminister a. D., Lehrstuhl für Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Philosophie. Im Rahmen seines Vortrages zum Thema „Rationalität und Unternehmensethik in Genossenschaften: Anders als die anderen?“ schlug der Wissenschaftler einen weiten Bogen in die Ursprünge der menschlichen Gesellschaften und des Wirtschaftens und stellte schließlich drei Prinzipien des Genossenschaftswesens im Besonderen vor: Freiheit, Gleichheit und Solidarität. Da diese Prinzipien auch den Leitbildern moderner politischer Parteien entsprächen, seien Genossenschaften in idealer Weise geeignet, gesellschaftliche Bestrebungen in die ökonomische Praxis zu übertragen und damit nach seinem Verständnis die modernsten Unternehmensformen überhaupt.

Präsident Wilfried Hollmann überbrachte in seinem Grußwort die Glückwünsche des MITTELSTANDSVERBUNDES an Vorstand, Entscheidungsgremien sowie an den Architekten und die beteiligten Bauunternehmen. Tief beeindruckt von dem unter höchst schwierigen Baubedingungen entstandenen Meisterwerk, zolle er den Beteiligten Respekt und Hochachtung. Mit dem neuen Kongresszentrum könne Montabaur seine Rolle als quasi „geistiges Zentrum“ des genossenschaftlichen und kooperativen Geschehens in Deutschland — und sogar, bereits darüber hinaus — noch besser gerecht werden. Erfreut zeigte er sich über den Umstand, dass das Kongresszentrum nun auch für den bereits in wenigen Wochen geplanten Auftakt für die neue Gemeinschaftsmarke von ADG und ZGV, nämlich der Akademie der Verbundgruppen ADV, genutzt werden könne. Dem zunehmend spürbaren Mangel an Fach- und Führungskräften sei schließlich nur mit professionellen Personalentwicklungs- und Qualifzierungsanstrengungen und flächendeckenden maßgeschneiderten Angeboten entgegenzutreten. Nur so könne mittel- und langfristig die legendäre Leistungskraft des kooperierenden Mittelstandes erhalten werden. Hollmann abschließend: „Dass hier in die Zukunft investiert wurde, ist also mehr als offensichtlich“.

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