Im Visier: Erfolgsmodelle für den Online-Handel in Verbundgruppen
Die besondere Unternehmensform stellt Verbundgruppen angesichts des stark wachsenden Online-Marktes vor enorme Herausforderungen. Während vielfältige technologische Lösungen bereits ihre Praxisreife unter Beweis gestellt haben, blieben bislang organisatorische, strategische und rechtliche Fragen offen. Der Mittelstandsverbund hat bereits im März dieses Jahres eine grundlegende Studie in Auftrag gegeben. Nach weitreichenden Voruntersuchungen tagte nun erstmals der Projektbeirat in Berlin.
22.06.2012
Die bisherigen Bemühungen verschiedener Gruppen, Lösungen im Markt einzuführen, blieben teilweise im Vorbereitungsstadium oder aber bei der Markteinführung stecken. Gründe hierfür sind weniger die technologischen Erfordernisse, als vielmehr die der gesellschaftsrechtlichen Struktur geschuldeten besonderen organisatorischen Herausforderungen bei der Gestaltung des jeweiligen Geschäftsmodells.
Um den Vertriebs- und Kommunikationskanal online zum Erhalt und zum Ausbau der Wettbewerbsposition von Verbundgruppen gezielter und erfolgreicher nutzen zu können, hat der Mittelstandsverbund für interessierte Mitglieder mit deren finanzieller Beteiligung im März dieses Jahres eine grundlegende Studie in Auftrag gegeben. Der Titel der Studie lautet: „Erfolgreicher Online-Handel von Verbundgruppen — Status Quo und Perspektiven, Best Practices und Lösungsansätze für die Praxis“. Auftragnehmer ist der aus Saarbrücken stammende, gerade im Verbundgruppenbereich renommierte Prof. Dr. Dirk Morschett, der sich an seinem Lehrstuhl der Universität Fribourg in besonderer Weise dem Internet als Handelsplattform angenommen hat.
Nach eingehender Vorrecherche und Vor-O
rt-Gesprächen bei den beteiligten Verbundgruppen fand am 20. Juni 2012 in Berlin die erste Zusammenkunft des Projektbeirates statt. Prof. Morschett zeigte die Komplexität der Ausgangslage und den Variantenreichtum potentieller Lösungen für das Online-Geschäft in einer eindrucksvollen Präsentation auf und spezifizierte die Zielstellung des Projektes. Die Beiratsmitglieder erläuterten die jeweiligen Bedürfnisse aus Sicht der Branchen und ihrer Verbundgruppen. Vorbereitet wurde auch der für Juli/August 2012 geplanten Fragebogenversand an die Mitglieder des Mittelstandsverbundes. Die Untersuchung soll zudem auch einen Vergleich mit ausländischen Akteuren im Online-Marketing enthalten.
Mit ersten Ergebnissen der Studie ist im Herbst 2012 zu rechnen. Einen ersten Eindruck will Prof. Morschett bereits anlässlich des Europäischen Convents vom 6. — 8. September dieses Jahres in Marrakesch vermitteln, zu der der MITTELSTANDSVERBUND seine Mitglieder einlädt. Nach Fertigstellung der Studie sollen die Ergebnisse über entsprechend aufbereitete Veranstaltungen der Akademie der Verbundgruppen ADV an die Fach- und Führungskräfte in den Verbundgruppen vermittelt werden. Weitere Fragen zu der Studie beantwortet gern Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Veltmann unter l.veltmann@mittelstandsverbund.de.