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Im eCommerce liegt die Zukunft der Verbundgruppen

Während der Einzelhandelsumsatz seit 10 Jahren mit rund 400 Mrd. € auf der Stelle tritt, legte der eCommerce-Umsatz im gleichen Zeitraum um satte 960 Prozent (!) zu. Kein Wunder, dass das ServiCon-Seminar zum eCommerce in Verbundgruppen ein voller Erfolg war.

24.09.2010

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Zukunft der Verbundgruppen des Einzelhandels liegt im eCommerce. Zwar liegt der Marktanteil des Vertriebskanals Internet bei Waren (ohne Dienstleistungen) derzeit nur bei 4,2 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes, doch steigt er rasant. Das Wachstum kommt in zunehmendem Maße von stationären Einzelhändlern, die den Vertriebskanal in Umsetzung einer Multi-Channel-Strategie erschließen.

Wie dies für Verbundgruppen aussieht, darüber informierte das ServiCon-Seminar „eCommerce in Verbundgruppen“ am 16. September in Köln. 50 Teilnehmer — Kapazitätsgrenze des Seminarraumes — erlebten in spannenden Vorträgen wo die Verbundgruppen im eCommerce stehen. So gab ZGV-Geschäftsführer Peter Schäfer einen Überblick über die Marktdaten, die Kundenstruktur der Käufer im Web, die Zahlungsweisen, die wesentlichen Umsetzungsbarrieren für Kooperationen und die aktuelle Position der Verbundgruppen im eCommerce. Dabei konnte er zurückblicken auf rund 10 Jahre Erfahrungen und mehrere eCommerce-Veranstaltungen, die beleuchten, welche Entwicklung die Verbundgruppen im Bereich b2C im Zeitverlauf vollzogen haben.

Prof. Klaus Gutknecht, Universität München, berichtete im Anschluss über zahlreiche Projekte von Verbundgruppen im eCommerce, erläuterte die Hemmnisse für eCommercein Verbundgruppen und die gängigen Geschäftsmodelle. "Halbherzig oder ignorant" war seine provokanteBestandsaufnahme zu denaktuellen Aktivitäten der Verbundgruppen: Entweder dieZentralefahe eineeigene Strategieund blendedabei die Einzelinteressen der Mitglieder aus oder die eCommerce-Ansätze seien aus Rücksicht auf die Anschlusshäuser halbherzig und damit den Geschäftsmodelen derFilialisten und Vertikalen unterlegen.

Über die juristischen Fallstricke und die neuen Möglichkeiten der einheitlichen Preispolitik für Verbundgruppen und deren Mitglieder auf der Basis der überarbeiteten GVO horizontal und —vertikal informierte der stellvertretende ZGV-Geschäftsführer Dr. Marc Zgaga in seinem Vortrag. Er appelierte an die Anwesenden, die Freiräume, die der neue Rechtsrahmen schaffe, auch zu nutzen.

Aus der Praxis berichtete Herr Volker Treffenstädt, Geschäftsführer von Baumarkt Direkt, dem Joint-Ventur von hagebau und Otto-Gruppe. Herr Treffenstädt machte deutlich, dass eCommerce andere Organisationsstrukturen benötigt als der Versandhandel oder der Stationäre Einzelhandel. Dies reiche vom Personalmanagement bis zur Einkaufspolitik. Nur wer langjährige Erfahrung im eCommerce sammele, könne den nötigen Informationsvorsprung generieren, um Kundenansprache und Verkauf von Waren über das Internet effizient zu steuern und zu optimieren.

Einen Outsourcing-Ansatz verfolgt die Spielwarenfachhandelskooperation VEDES. Gemeinsam mit einem Dienstleistungspartner bietet die VEDES den Anschlusshäusern ein Komplettpaket für Internet-Shops inklusive der vollständigen Verkaufs- und Retourenabwicklung. Stephan Bercher, Marketingleiter bei der VEDES, erläuterte den strategischen Ansatz der Verbundgruppe, der darin liegt den Anschlusshäusern Multi-Channel-Retailing zu ermöglichen ohne dass für die Zentrale ein finanzielles Risiko durch den eCommerce der Anschlusshäuser entsteht.

Abgerundet wurde das Seminar schließlich durch einen exzellenten Vortrag von Synaxon-Vorstand und ZGV-Präsidiumsmitglied Andreas A. Wenninger, der den Teilnehmern interaktiv erklärte, wie man die eigene Web-Präsenz für Suchmaschinen optimiert, welche Rolle Social Communities im eCommerce spielen (Social Commerce) und wie man einen „Blog“ eröffnet, um die positive Meinungsbildung über die Verbundgruppe, deren Anschlusshäuser und die angebotenen Waren und Dienstleistungen im Sinne einer ganzheitlichen Öffentlichkeitsarbeit zu fördern.

Weitere Infroamtionen erteilt Ihnen im ZGV gerne:

Herr Peter Schäfer

ZGV-Geschäftsführer

Tel.: 0221 35 53 71-35

eMail: p.schaefer@zgv-online.de

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