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IfM: MittelstandsMonitor 2010 - Konjunkturelle Stabilisierung im Mittelstand

Mittelstand bleibt Stabilisator der Deutschen Wirtschaft

14.03.2010

Kleine und mittelständische Unternehmen waren im Jahr 2009 von der schweren Wirtschaftskrise
zwar stark betroffen, erwiesen sich aber insgesamt als Stabilisatoren der Konjunktur. Während die in höherem Maße auf den Weltmarkt ausgerichteten Großunternehmen von der Rezession besonders erfasst wurden, traf die Krise den in der Breite stärker auf das Inland ausgerichteten Mittelstand weniger hart. Dies ist ein Ergebnis des MittelstandsMonitors 2010, der am 10. März 2010 auf einer Pressekonferenz in Frankfurt vorgestellt wurde. Neben der Einschätzung der konjunkturellen Lage behandelt der diesjährige MittelstandsMonitor die aktuelle Entwicklung des Gründungs- und Liquidationsgeschehens sowie die drei Schwerpunkte "Gründer aus der Arbeitslosigkeit", "Deckung des Fach- und Führungskräftebedarfs" und "Finanzierung von Innovationen".

Hier einige Ergebnisse zur Deckung des Fach- und Führungskräftebedarfs: Die Wirtschaftskrise hat zu einem Rückgang der Arbeitskräftenachfrage geführt. Gleichwohl hat rund die Hälfte der Unternehmen zwischen Herbst 2008 und Herbst 2009 Personal gesucht. Etwa ein Drittel davon hatte Schwierigkeiten bei der Besetzungvon Stellen, vor allem für Fach- und Führungskräfte. Ursächlich für diese Schwierigkeiten war aus der Sicht der Unternehmen vor allem ein Mangel an geeigneten Bewerbern, insbesondere im Hinblick auf qualifizierte Angestellten- und Führungspositionen. Weitergehende Analysen zum Rekrutierungserfolg deuten darauf hin, dass spezifische materielle und immaterielle Anreizbündel die Stellenbesetzungsprobleme reduzieren können. Bei den kleinen und mittleren Unternehmen kommt den immateriellen Anreizen eine große Bedeutung zu. Anreize, bei denen die KMU gegenüber Großunternehmen in der Bewertung durch Arbeitnehmer besser abschneiden, wie beispielsweise gute Entfaltungsmöglichkeiten.

Fazit: Kleine und mittlere Unternehmen sind als potenzielle Arbeitgeber für Bewerber nicht von
vornherein weniger attraktiv als große Unternehmen. Bei der Suche nach den geeigneten Kandidaten für Spitzenpositionen sind KMU daher gut beraten, ihre Stärken bei den immateriellen Anreizen gezielt nach außen zu kommunizieren.

Mehr Informationen zum MittelstandsMonitor 2010 finden Sie hier:
http://www.ifm-bonn.org/index.php?id=840

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